El-Masri verklagt Skopje wegen Entführung auf 50.000 Euro

26. Jänner 2009, 15:16
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Anwalt des Deutsch-Libanesen spricht auch von Folter

Belgrad - Der Deutsch-Libanese Khaled el-Masri hat Mazedonien auf 50.000 Euro Schmerzensgeld verklagt, nachdem er dort Anfang 2004 vermutlich vom US-Geheimdienst CIA entführt worden war. "Wir fordern eine Entschädigung für seine Zeit hier, für die Folter, die er 24 Tage lang in Mazedonien erleiden musste", sagte sein Anwalt Filip Medarski am Montag in einem Telefoninterview. In den USA hat El-Masri bereits eine Klage gegen die CIA verloren, in der der 45-Jährige 75.000 Dollar Schmerzensgeld forderte.

US-Präsident Barack Obama ordnete vergangene Woche die Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba und geheimer CIA-Lager an und untersagte brutale Verhörmethoden. El-Masri war nach eigenen Angaben im Dezember 2003 in Mazedonien verschleppt und später nach Afghanistan gebracht worden, wo er gefoltert wurde. Monate später wurde er in Albanien ausgesetzt. Der Fall spielt eine prominente Rolle in Deutschland. Im Untersuchungsausschuss des Bundestags wurde das Verhalten der deutschen Regierung und des Bundesnachrichtendienstes im Kampf gegen den Terrorismus geprüft. (APA/Reuters)

 

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