Jugendliche von vier Männern vergewaltigt

23. Jänner 2009, 19:39
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Bewusstlose 17-Jährige in unbewohntes Haus geschleppt

Innsbruck - Ein 17-jähriges Mädchen soll vergangenes Wochenende von vier Marokkanern im Alter von 16 bis 24 Jahren vergewaltigt worden sein. Das Mädchen hatte Alkohol konsumiert und zum Tatzeitpunkt offenbar das Bewusstsein verloren, heißt es im Polizeibericht. "Die Männer gehören der Innsbrucker Nordafrikanerszene an", sagte Chefinspektor Franz Bernsteiner. Sie seien zum Teil geständig und wurden in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

Der Vorfall ereignete sich bereits vergangenes Wochenende. Am Sonntag verließ die Innsbruckerin gegen 3.20 Uhr ein Lokal an der "Bogenmeile". Rund zwölf Stunden später, gegen 16 Uhr, wachte sie halbnackt und mit starken Schmerzen im Unterleib in einem unbewohnten Innenstadthaus wieder auf. Als die 17-Jährige zu sich kam, wurde sie von einem ihr unbekannten Mann gerade sexuell missbraucht. Trotz Gegenwehr ließ der Mann nicht von dem nach wie vor beeinträchtigten Mädchen ab, teilte die Polizei mit.

Nach der Vergewaltigung schleppte sich die junge Frau nach Hause und erstattete Anzeige. Sie konnte einen Tatverdächtigen identifizieren, woraufhin drei weitere Verdächtige ausgeforscht und festgenommen wurden.

Ob K.-o.-Tropfen im Spiel waren, kann Chefinspektor Bernsteiner derzeit nicht bestätigen. Das Ergebnis einer toxikologischen Untersuchung sowie weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen sollen aber aufklären, weshalb die Innsbruckerin in eine "tiefgreifende Bewusstseinsstörung" verfallen und aus diesem Grund wehrlos war.

Rückführung schwierig

Die Polizei steht bei straffälligen Nordafrikanern in Innsbruck seit Jahren vor demselben Problem: Die verurteilten Männer können nicht ausgewiesen werden, da die Botschaften keine "Heimreisezertifikate" ausstellen. Die Männer geben oft falsche Namen an und werden mehrmals unter verschiedenen Namen aufgegriffen. (ver/DER STANDARD-Printausgabe, 24.1.2009)

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