Screen Actors Guild lässt nicht über Arbeitsniederlegung abstimmen

23. Jänner 2009, 12:59
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Ein neuerlicher Streik in Hollywood wird damit immer unwahrscheinlicher

Los Angeles - Ein neuerlicher Streik in Hollywood wird immer unwahrscheinlicher. Wie der Internetdienst "E!Online" am Donnerstag berichtete, hat die Schauspieler-Gewerkschaft SAG (Screen Actors Guild) jetzt davon Abstand genommen, ihre 120.000 Mitglieder über eine mögliche Arbeitsniederlegung abstimmen zu lassen. Die SAG-Spitze drängt seit Monaten auf grünes Licht für einen Streik, um damit ihre Verhandlungsposition in den festgefahrenen Tarifgesprächen mit den großen Hollywood-Studios zu stärken.

Ursprünglich sollten die Schauspieler am 2. Jänner für oder gegen die Möglichkeit der Arbeitsniederlegung stimmen. Dieser Termin wurde aber wegen internen Querelen verschoben. Einem SAG-Sprecher zufolge geht die Gewerkschaftsleitung nun davon aus, dass die nötige Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen für einen Streik nicht zu erreichen ist.

Hintergrund

Tom Hanks, Robert Redford und George Clooney unterzeichneten im Dezember mit etwa 130 prominenten Kollegen einen Protestbrief und warnten mit Blick auf die ohnedies schwierige wirtschaftliche Lage vor den Auswirkungen eines Ausstands.

Der Arbeitsvertrag der Filmschauspieler mit den Studios ist bereits im Juli vergangenen Jahres ausgelaufen. Die Gespräche über eine Verlängerung stecken seit Monaten in der Sackgasse. Die Schauspieler fordern vor allem mehr Geld bei der Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet und auf DVDs.

Im vergangenen Jahr hatte ein 100-Tage-Streik der Drehbuchautoren Hollywood wochenlang lahmgelegt und geschätzte Einbußen von 2,5 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) verursacht. (APA/dpa)

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    Szenen wie im vergangenen Jahr dürfte es in Hollywood vorerst wohl keine mehr geben.

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