Kirchner stellt verstärkten Handel mit Havanna in Aussicht

21. Jänner 2009, 07:05
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Kritik am US-Handelsembargo und Hoffnung auf Wandel

Havanna - Bei ihrem Besuch in Kuba hat die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner einen verstärkten Handelsaustausch mit dem kommunistischen Inselstaat in Aussicht gestellt. Bei einem Empfang mit 300 Unternehmern und Diplomaten, darunter 80 aus Argentinien, übte Kirchner am Dienstag in Havanna Kritik an dem seit 1962 bestehenden US-Wirtschaftsembargo.

"Obwohl sie unter der in der Geschichte beispiellosen Blockade leidet, hat die kubanische Gesellschaft enorme Anstrengungen unternommen", sagte Kirchner. "Sie kann noch größere unternehmen, wenn die Handelsbarrieren fallen."

Hoffnung auf Wandel unter Obama

Der argentinische Außenminister Jorge Taiana äußerte die Hoffnung, dass der Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama für einen Wandel sorgen werde. Obama könne eine stärkere Ausrichtung der USA "zum Multilateralismus" und für einen "offenen Dialog mit den Ländern der Region" herbeiführen, sagte Taiana.

Kirchner reist am Mittwoch nach Venezuela weiter. Sie war am Montag vom kubanischen Präsidenten Raul Castro empfangen worden. Gemeinsam hatten sie elf Abkommen über eine Intensivierung der Zusammenarbeit unterzeichnet.

Die argentinische Präsidentin war bereits das dritte Staatsoberhaupt seit Jahresbeginn, das in Kuba zu Gast war. Vor ihr kamen die Präsidenten von Panama und Ecuador, Martin Torrijos und Rafael Correa. Im Februar steht der Besuch der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet bevor. Havanna bemüht sich derzeit um eine Annäherung an die lateinamerikanischen Staaten. (APA)

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    Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner bei ihrem kubanischen Kollegen Raul Castro

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