Polizist soll 20-Jährigen misshandelt haben

12. Jänner 2009, 16:50
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Mutter erhebt Vorwürfe - Ihr Sohn soll wegen Lärmbelästigung in Gewahrsam genommen und dort geschlagen und getreten worden sein

Wien - Misshandlungsvorwürfe gegen Wiener Polizisten erhebt die Mutter eines 20-Jährigen. Nach einer Lokaltour soll der junge Mann am Sonntagvormittag wegen Lärmbelästigung vorübergehend von Beamten in Mariahilf in Gewahrsam genommen, dabei geschlagen und getreten worden sein, berichtete der Online-Dienst kurier.at am Montag. Ein Sprecher der Exekutive bestätigte den Fall, das Büro für besondere Ermittlungen (BBE) untersuche die Causa.

Der 20-Jährige hatte laut seiner Mutter den Abschied eines Freundes gefeiert. Nachdem es bereits in der Nacht auf Sonntag eine Begegnung mit der Polizei gegeben haben dürfte, weil der junge Mann Grimassen geschnitten habe, dürfte die Situation am darauffolgenden Vormittag eskaliert sein. Weil der 20-Jährige auf eine Blechrampe sprang, was einen großen Lärm verursacht haben soll, nahmen sieben Beamte ihn und seine Freunde in ein Mariahilfer Wachzimmer mit, so die Mutter.

Dort soll der 20-Jährige am Boden fixiert und geschlagen worden sein. Ein Beamter soll ihn laut seiner Mutter ins Gesicht getreten haben. Auch Beschimpfungen wirft die Frau den Polizisten vor. Der Amtsarzt hat die Verletzungen durch Tritte unterdessen bestätigt, berichtete kurier.at.

In dem Fall habe es bereits sieben Einvernahmen gegeben, weitere sollen folgen, so der Polizeisprecher. Inhaltlich wollte er zur Verantwortung der betreffenden Beamten nichts sagen. Bis Mitte der Woche soll das BBE seine Ermittlungen abgeschlossen haben, dann erfolge eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft. Diese werde aber in jedem Fall erstattet, unabhängig davon, wie man den Fall einschätze. (APA)

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