Slowenien will sich "nicht unter Druck setzen lassen"

12. Jänner 2009, 13:54
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Slowenischer Regierungschef Pahor warnt tschechische Ratspräsidentschaft - Wenn sich die Umstände nicht andern, bleibt die Position dieselbe - mit Grafik

Ljubljana - Slowenien lässt sich im Grenzstreit mit Kroatien weder von Zagreb noch von der Europäischen Union unter Druck setzen. "Es wäre eine völlig falsche Ansicht, zu denken, dass Druck auf Slowenien irgendeine gute Lösung bringen wird", sagte der slowenische Ministerpräsident Borut Pahor am Montag in einem Interview mit ausländischen Journalisten in Ljubljana. "Wenn sich die Umstände nicht ändern, dann wird sich auch unsere Position nicht ändern", hielt Pahor am slowenischen Veto gegen die kroatischen EU-Beitrittsverhandlungen fest.

Der sozialdemokratische Regierungschef sagte, dass Slowenien keine Hilfe eines anderen EU-Staates im Streit mit Zagreb benötige. Zugleich warnte er die tschechische EU-Ratspräsidentschaft vor einer Missachtung der slowenischen Interessen bei einem möglichen Anlauf zur Beilegung des Konflikts. "Ich lade die tschechische Präsidentschaft ein, die Position Sloweniens nicht noch einmal unberücksichtigt zu lassen", sagte Pahor in Anspielung auf den gescheiterten Versuch der französischen EU-Ratspräsidentschaft zur Lösung des Konflikts im Dezember. Ljubljana hatte daraufhin ein Veto gegen zehn der 35 Kapitel in den EU-Verhandlungen mit Kroatien eingelegt, weil Zagreb in seinen Verhandlungsunterlagen den seit 1991 strittigen Grenzverlauf mit Slowenien präjudiziere. (APA)

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