Salzburg AG steigt ins Geschäft mit Biogas ein

9. Jänner 2009, 14:16
posten

Der Energieversorger setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien

Salzburg - Der Salzburger Energieversorgung Salzburg AG setzt auf den Ausbau von erneuerbaren Energien und steigt ins Geschäft mit Biogas ein. Der Salzburger Leitbetrieb beteiligt sich mit 30 Prozent an der Donnerstag neu aufgestellten Gesellschaft GrasKraft Reitbach reg. Gen.m.b.H. Dies teilte die Salzburg AG am Freitag in einer Aussendung mit.

"Biogas ist eine vielseitig einsetzbare Energie. Das in Eugendorf gewonnene Biogas aus Wiesengras kann für Strom, Wärme oder als Kraftstoff eingesetzt werden", so Vorstand August Hirschbichler. Aufgrund der Klimaziele von Land und Bund sowie der Tatsache, dass der Verkehr der größte Verursacher von Treibhausgasen ist, werde das auf innovative Art und Weise gewonnene Biogas ins Erdgasnetz der Salzburg AG eingespeist und sei an allen Salzburger Erdgastankstellen erhältlich.

Weitere potenzielle Projektpartner

An der Gesellschaft halten vier Landwirte aus dem Raum Eugendorf 55 Prozent der Anteile. 30 Prozent hält die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation. Die verbleibenden 15 Prozent sind im Eigentum der Energiewerkstatt. "Diese Gesellschaft soll und wird kein Einzelfall bleiben. Wir haben das Know-how, die Landwirtschaft hat die Rohstoffe. Gerade vor dem Hintergrund aktueller energiepolitischer Diskussionen wollen wir sinnvollen Ausbau erneuerbarer Energien in unserem Bundesland forcieren. Deshalb führen wir bereits konkrete Gespräche mit weiteren potenziellen Projektpartnern in mehreren Bezirken Salzburgs", so Hirschbichler.

Aufgabenverteilung

Die Aufgaben in der neuen Gesellschaft seien klar aufgeteilt und entsprächen den Kompetenzen der jeweiligen Eigentümer. Die Energiewerkstatt sowie die Bauern kümmerten sich um die Optimierung bei der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe. Die Salzburg AG leiste ihren Beitrag durch Expertisen und Optimierungen bei der Aufreinigung und Aufbereitung des Biogases zur Erdgasqualität sowie bei Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit, hieß es in der Aussendung. Darüber hinaus werde Reitbach auch ein Forschungszentrum zum Thema Biogas. Zwei nationale und zwei internationale Forschungsprojekte sollen zur raschen Weiterentwicklung dieses zukunftsträchtigen Energieträgers beitragen. (APA)

 

Share if you care.