Hollywood-Größen konkurrieren um die Golden Globes

11. Jänner 2009, 08:45
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Hollywood-Auslandspresse vergibt Preise in 25 Kategorien - US-Kritiker prämierten derweil "Waltz With Bashir" und "Happy-Go-Lucky", das US-Publikum "The Dark Knight"

Los Angeles - In der Nacht auf Montag ist es wieder so weit: Die Golden Globe Awards gehören zu den begehrtesten Auszeichnungen für Kinofilme und Fernsehsendungen. Die Verleihungszeremonie findet traditionell im Rahmen eines Gala-Dinners statt, das als "fröhlichste Party Hollywoods" gilt. Reichlich Champagner sorgt für beschwingte Dankesreden vor großem Publikum.

Seit 1944 werden die Trophäen in Form einer goldenen Erdkugel vom Verband der Hollywood-Auslandspresse (HFPA) vergeben. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. Preise werden in 25 Kategorien für Film und Fernsehen vergeben. Anders als bei den Oscars gibt es einen Top-Preis sowohl für das beste Drama als auch für das beste Musical oder die beste Komödie.

Seit Mitte der 1990er Jahre überträgt der Sender NBC die Verleihung exklusiv. 2006 gab es rund 20 Millionen TV-Zuschauer und etwa eben so viele Millionen Dollar Werbeeinnahmen. Im vergangenen Jahr wurde die Gala wegen des Streiks der Drehbuchautoren abgesagt und durch eine Pressekonferenz ersetzt. Die 66. Preisverleihung überträgt NBC 2009 in mehr als 150 Länder.

"Happy-Go-Lucky" und "The Dark Knight"

Im Vorfeld der Verleihung hat die US-amerikanische National Society of Film Critics in New York am Samstag ihre Wahlen getroffen. Ari Folmans "Waltz With Bashir" wurde Bester Film, mehrfacher Preisträger wurde "Happy-Go-Lucky": Beste Regie und Bestes Drehbuch (Mike Leigh), Beste Hauptdarstellerin (Sally Hawkins), Bester Nebendarsteller (Eddie Marsan). Bester Darsteller wurde Sean Penn ("Milk"), Beste Dokumentation "Man on Wire" (James Marsh), Bester Experimentalfilm Ken Jacobs' "Razzle Dazzle".

"The Dark Knight" hat derweil die Top-Preise des amerikanischen Publikums gewonnen. Bei der Vergabe der "People's Choice Awards" am Mittwoch in Los Angeles wurde der Streifen zum besten Film des Jahres gekürt. Zudem holte die Batman-Folge die Trophäe als bester Action-Film, einen "Superhelden"-Preis für Christian Bale, den Preis für die beste Ensemble-Besetzung und den Zuschlag für Bale und Heath Ledger in der Sparte "Bestes Filmpaar". Ledger wurde für seine Rolle als Joker posthum ausgezeichnet.

  "The Dark Knight" ("Bestes Drehbuch nach literarischer Vorlage")  sowie Filme von Woody Allen und den Coen-Brüdern sind für die renommierten Drehbuchpreise der WGA nominiert worden. Wie die US-Autorengewerkschaft am Mittwoch mitteilte, konkurriert  "Vicky Cristina Barcelona" in der Kategorie "Bestes Original-Drehbuch" unter anderem mit "Milk" über das Leben der Schwulen-Ikone Harvey Milk sowie mit  "Burn after Reading". Die WGA Awards werden am 7. Februar vergeben. (APA/dpa/red)

Die Golden Globes - in den wichtigsten Sparten sind nominiert:

Bestes Filmdrama: - "The Curious Case Of Benjamin Button ("Der seltsame Fall des Benjamin Button") - "Frost/Nixon" - "The Reader ("Der Vorleser") - "Revolutionary Road" ("Zeiten des Aufruhrs") - "Slumdog Millionaire" ("Slumdog Millionär")

Beste Regie: - Danny Boyle ("Slumdog Millionair", deutscher Titel: "Slumdog Millionär") - Stephen Daldry ("The Reader", "Der Vorleser") - David Fincher ("The Curious Case Of Benjamin Button"/ "Der seltsame Fall des Benjamin Button") - Ron Howard ("Frost/Nixon") - Sam Mendes ("Revolutionary Road", "Zeiten des Aufruhrs").

Bester fremdsprachiger Film: - "Der Baader Meinhof Komplex" (Deutschland) - "Die ewigen Augenblicke der Maria Larsson" (Schweden/Dänemark) - "Gomorrha" (Italien) - "I've Loved You So Long" (Frankreich) - "Waltz with Bashir" (Israel).

Bester Schauspieler in einem Filmdrama: - Leonardo DiCaprio ("Revolutionary Road", "Zeiten des Aufruhrs") - Frank Langella ("Frost/Nixon") - Sean Penn ("Milk") - Brad Pitt ("The Curious Case Of Benjamin Button", "Der seltsame Fall des Benjamin Button") - Mickey Rourke ("The Wrestler")

Beste Schauspielerin in einem Filmdrama: - Anne Hathaway ("Rachel Getting Married, "Rachels Hochzeit") - Angelina Jolie ("Changeling", "Der fremde Sohn") - Meryl Streep ("Doubt", "Glaubensfrage") - Kristin Scott Thomas ("I've Loved You So Long", "So viele Jahre liebe ich dich") - Kate Winslet ("Revolutionary Road", "Zeiten des Aufruhrs")

Bester Nebendarsteller in einem Kinofilm: - Tom Cruise ("Tropic Thunder") - Robert Downey Jr. ("Tropic Thunder") - Ralph Fiennes ("The Duchess, "Die Herzogin") - Philip Seymour Hoffman ("Doubt", "Glaubensfrage") - Heath Ledger ("The Dark Knight")

Beste Nebendarstellerin in einem Kinofilm: - Amy Adams ("Doubt", "Glaubensfrage") - Penélope Cruz ("Vicky Cristina Barcelona") - Viola Davis ("Doubt", "Glaubensfrage") - Marisa Tomei ("The Wrestler") - Kate Winslet ("The Reader", "Der Vorleser").

Beste Komödie oder bestes Musical: - "Burn After Reading" (deutscher Titel: "Burn After Reading: Wer verbrennt sich hier die Finger?") - "Happy-Go-Lucky" - "In Bruges" ("Brügge sehen ... und sterben?") - "Mamma Mia!" - "Vicky Cristina Barcelona"

Bester Schauspieler in einer Komödie oder einem Musical: - Javier Bardem ("Vicky Cristina Barcelona") - Colin Farrell ("In Bruges", deutscher Titel: "Brügge sehen ... und sterben?") - James Franco ("Pineapple Express", "Ananas Express") - Brendan Gleeson ("In Bruges", "Brügge sehen ... und sterben?") - Dustin Hoffman ("Last Chance Harvey", "Liebe auf den zweiten Blick")

Beste Schauspielerin in einer Komödie oder einem Musical: - Rebecca Hall ("Vicky Cristina Barcelona") - Sally Hawkins ("Happy-Go-Lucky") - Frances McDormand ("Burn After Reading", "Burn After Reading: Wer verbrennt sich hier die Finger?") - Meryl Streep ("Mamma Mia!") - Emma Thompson ("Last Chance Harvey", "Liebe auf den zweiten Blick")

www.goldenglobes.org

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    Unter den Globes-Favoriten: Brad Pitt und Cate Blanchett in David Finchers 'The Curious Case of Benjamin Button'

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