Sonnenlicht bewahrt vor Kurzsichtigkeit

7. Jänner 2009, 12:50
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Laut einer Studie können Kinder durch regelmäßigen Aufenthalt im Freien vor Fehlsichtigkeit bewahrt werden - Australische Forscher: Wachstum der Augen wird durch Licht reguliert

Sydney - Tägliche ausgedehnte Aufenthalte im Freien könnten Kinder laut einer Studie australischer Forscher vor Kurzsichtigkeit bewahren. Das Wachstum der Augen werde reguliert, wenn die Augen täglich zwei bis drei Stunden hellem Licht ausgesetzt sind, fanden die Wissenschafter um Ian Morgan in ihrer veröffentlichten Studie heraus. Daraus werde das Risiko für Kurzsichtigkeit dramatisch gesenkt.

Aufenthalt im Freien hilft

Die Forscher verglichen sechs bis sieben Jahre alte Kinder in Singapur mit gleichaltrigen australischen Kindern. Während bei den Singapurern 30 Prozent schon eine Brille brauchten, waren es bei den Australiern nur 1,3 Prozent. Ähnliche Werte ergaben sich beim Vergleich von chinesischstämmigen Kindern in beiden Ländern, damit war die ethnische Herkunft als Ursache für Kurzsichtigkeit ausgeschlossen. Beide Vergleichsgruppen unterschieden sich jedoch in ihrem Freizeitverhalten: Die Kinder aus Singapur verbrachten durchschnittlich etwa eine halbe Stunde am Tag im Freien, bei den Australiern waren es durchschnittlich zwei Stunden.

Beide Versuchsgruppen verbrachten etwa gleich viel Zeit mit Lesen, Fernsehen oder Computerspielen, so dass auch flackernde Bildschirme als Grund für die Kurzsichtigkeit ausfielen. "Es gibt eine Bremse für Kurzsichtigkeit - und zwar wenn die Leute rausgehen", sagt Morgan.

Wachstum des Auges wird gehemmt

Weltweit sind 1,6 Milliarden Menschen von Kurzsichtigkeit betroffen. Lange Zeit galt Lesen als Ursache für die Fehlsichtigkeit, laut den neuen Erkenntnissen scheint aber die Dauer des Aufenthalts in Innenräumen ausschlaggebend zu sein. Die Forscher vermuten, dass das hundertfach hellere Licht im Freien Dopamin freisetzt, das das Wachstum des Augapfels blockiert. Ein zu lange gewachsener Augapfel ist der Grund für Kurzsichtigkeit, wie Morgen erklärt. (APA/AFP/red)

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