Stimmen: "Man sieht, was alles möglich ist"

6. Jänner 2009, 21:09
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Wolfgang Loitzl: "Das habe ich natürlich nicht erwartet. Es ist so viel passiert in den letzten Tagen, das werde ich länger nicht begreifen können. Ich bin in den berühmten Lauf hineingekommen, es ist dann alles von selber gegangen. Ich kann es noch gar nicht ganz fassen. Ich habe lange darum gekämpft, dass ich weiter nach vorne komme. Ich habe nicht damit gerechnet, man sieht aber, was alles möglich ist. Es war zuerst immer, dass ich ein Springen gewinnen will, jetzt habe ich drei hintereinander gewonnen und das ausgerechnet bei der Tournee. Davon träumt jeder Skispringer."

Simon Amann: "Der Wuff  hat auf ganzer Linie überzeugt, im Grunde kann ich froh sein, dass ich in Oberstdorf gewonnen habe. Ich gebe nie auf, bevor es wirklich fertig ist. Ich bin nicht überglücklich, aber doch zufrieden mit dem zweiten Platz. Die Beine haben schon in Garmisch nicht zu hundert Prozent mitgespielt, aber das ist so, die Tournee geht über vier Springen. Ich hatte einen guten Plan, die Realisation war eher schwierig."

Gregor Schlierenzauer: "Es war nicht so schlecht. Es ist nicht so ganz gelaufen, aber in den Top-Drei ist sehr gut, ich bin zufrieden. Heute war der Wolfgang eine Klasse für sich, er ist in der Form seines Lebens. Ich vergönne ihm das ganz herzlich."

Alexander Pointner (Cheftrainer): "Das war eine Ausnahmeleistung von Wolfgang Loitzl. Wenn man die Tournee mit einem historischem Sprung beendet, ist das ganz was besonderes. Man ist erst ein ganz großer Skispringer, wenn man die Tournee gewonnen hat."

Toni Innauer (Nordischer Direktor): "Kein anderer hat sich den Sieg mehr verdient als Wolfgang Loitzl mit zwei perfekten Sprüngen. Für meine Leistung mit fünf Mal 20,0 hat mir damals Bubi Bradl zum perfektesten Springer gratuliert, jetzt werde ich Loitzl dazu gratulieren und diese Flamme weiterreichen."

Andreas Widhölzl (Tourneesieger 2000): "Nach Innsbruck war ich mir sicher, dass Loitzl die Tournee gewinnt, habe aber gerechnet, dass es zwischen den drei Toppspringern eine knappe Entscheidung wird. Aber mit einer Meisterleistung hat er alle deklassiert. Loitzl war auf einer Welle, es hat ihn auch nichts ausgemacht, dass er den Probedurchgang verhaut hat. Kein anderer hat sich den Sieg mehr verdient, wir sind zu Hause herumgesprungen und haben geschrien vor Freude. In beiden Durchgängen zeigte er Sprünge für die Lehrbücher."

 

 

 

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