Start der neuen Alitalia gestaltet sich schwierig

5. Jänner 2009, 11:52
1 Posting

Aufsichtsbehörde will einen Großteil der Flotte technisch überprüfen

Mailand - Der groß angekündigte Start der neuen Alitalia am 13. Jänner droht zu scheitern. Denn die Flugaufsichtsbehörde Enac bestätigte, am 12. und 13. Jänner die technische Überprüfung eines Großteils der Flugzeuge der neuen Alitalia vornehmen zu wollen. Die Kontrolle sei obligatorisch, betonte ein Enac-Sprecher. Dies bedeutet aber, dass nicht nur zahlreiche Maschinen, sondern auch mehrere Alitalia-Passagiere "am Boden" bleiben werden.

Inzwischen werden die Verhandlungen für den ausländischen Partner der Alitalia fieberhaft fortgesetzt. Für 7. Jänner wurde ein Treffen zwischen den Top-Managern der neuen Alitalia und Air France angekündigt, um die Details der "mündlichen Vereinbarung" festzuschreiben. Wie der STANDARD berichtete, soll Air France 25 Prozent der Alitalia-Anteile übernehmen und dafür 300 Mio. Euro bezahlen. In letzter Minute wurde auch ein Treffen zwischen Alitalia-Präsident Roberto Colaninno und Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber festgesetzt. Zur Diskussion soll laut gut informierten Kreisen die Liberalisierung der Slots (Start- und Landerechte) am Mailänder Flughafen Malpensa stehen, für die sich Lufthansa bewirbt. Die Mailänder Bürgermeisterin Letizia Moratti befürchtet, dass nach der Beteiligung der Franzosen Malpensa vom einstigen Drehkreuz zum regionalen Flughafen degradiert werde. (tkb, DER STANDARD, Printausgabe, 5.1.2009)

Share if you care.