Polnische "Rzeczpospolita" im Visier von Axel Springer

2. Jänner 2009, 13:09
posten

Verlag will sich bei der Wirtschaftszeitung einkaufen - Entscheidung über Zuschlag am 23. Jänner erwartet

Warschau - Der Axel-Springer-Verlag will sich bei der angesehenen polnischen Wirtschaftszeitung "Rzeczpospolita" einkaufen. Axel Springer, der tschechische Verlag Respekt Media und drei polnische Medienunternehmen seien die insgesamt fünf Bieter für den 85-Prozent-Anteil des Staates an dem Unternehmen PWR, das wiederum knapp 49 Prozent an Presspublica hält, Herausgeber der "Rzeczpospolita" und des Wirtschaftsmagazins "Parkiet", wie das Blatt am Freitag berichtete.

Die restlichen knapp über 51 Prozent an Presspublica gehören der britischen Mediengruppe Mecom, in Deutschland Eigentümerin des Berliner Verlags mit der "Berliner Zeitung".

Das polnische Finanzministerium werde bis zum 23. Jänner entscheiden, wer den Zuschlag erhalte, berichtete "Rzeczpospolita". Axel Springer gibt in Polen bereits die Tageszeitung "Dziennik" und die Magazine "Fakt" und "Newsweek Polska" heraus. Respekt Media, einem Unternehmen des tschechischen Milliardärs Zdenek Bakala, gehören mehrere Zeitungen und Magazine in Tschechien und der Slowakei. Bakala bezeichnete die Privatisierung der polnischen PWR als "gute Gelegenheit" für sein Unternehmen. Laut einem Sprecher verhandelt Respekt Media auch mit der angeschlagenen Mecom über den Verkauf ihres Presspublica-Anteils. (APA/AFP)

Share if you care.