Erde war womöglich einmal "Super-Treibhaus"

1. Jänner 2009, 21:46
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Washington/Innsbruck - Vor 635 Millionen Jahren könnte die Erde einem "Super-Treibhaus" geglichen haben. Ein internationales Forscherteam, an dem der Innsbrucker Geologe Christoph Spötl beteiligt ist, untersuchte alte Kalkgesteine aus Spitzbergen, die sich um diese Zeit gebildet haben. Die Ergebnisse ihrer Analysen: extreme Isotopenwerte des Sauerstoffs, wie sie bisher noch nie gemessen worden sind.

Wie die Forscher im US-Magazin Science (Bd. 323, S. 119) folgern, könnte das auf eine extrem hohe Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre hindeuten, die bei mindestens 12.000 ppm gelegen haben dürfte. Zum Vergleich: Im Vorjahr betrug die CO2-Konzentration 386 ppm. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 02.01.2009)

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