Autozulieferer Stankiewitz zahlungsunfähig

30. Dezember 2008, 10:25
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Deutsches Unternehmen stellt Insolvenzantrag - Mehr als 2.000 Beschäftigte betroffen

Celle  - Der angeschlagene deutsche Automobilzulieferer Stankiewcz/Gimotive in Celle mit mehr als 2.000 Beschäftigten ist trotz wochenlanger Rettungsbemühungen in die Insolvenz gegangen. Wie das Amtsgericht Celle am Dienstag mitteilte, wurde das vorläufige Insolvenzverfahren auf Antrag der Geschäftsführung eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Christopher Seagon bestellt.

Stankiewcz/Gimotive hatte seit Wochen mit den Banken um eine Verlängerung von Krediten gerungen. Auch Gesellschafter, Kunden und das Land Niedersachsen waren in die Gespräche eingebunden.

Hintergrund der Krise war den Angaben zufolge ein Produktionsrückgang, weil die Hauptkunden, die deutschen Luxushersteller BMW, Daimler und Audi, weniger Teile abgenommen hätten. Stankiewcz/Gimotive stellt vor allem schalldämpfende Isolierungen für Automotoren und Innenräume her.

Die Firma beschäftigt an ihrem Hauptstandort bei Celle und an den Standorten in Hamburg, Hameln, Bad Friedrichshall, Straubing und in Friedrichroda (Thüringen) rund 1.300 Mitarbeiter. Weltweit sind über 2.100 Mitarbeiter für Gimotive/Stankiewicz tätig. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 270 Mio. Euro hat auch Werke in den USA, Polen, Frankreich, den Niederlanden und Tschechien. (APA/AP)

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