Im Winter uneinnehmbar

    5. Dezember 2008, 17:00
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    Von November bis März kann die Riegersburg nur schön umgangen werden. Im Winter sind die asphaltierten Wege nicht unbedingt ein Nachteil

    Die auf dem 482 Meter hohen ehemaligen Schlot eines Vulkans - dessen letzter Ausbruch rund fünf Millionen Jahre zurückliegt - thronende Riegersburg bietet aus jeder Richtung einen imposanten Anblick. Die ursprünglich aus zwei Burgen bestehende Festung wurde im Jahre 1138 erstmals urkundlich erwähnt, bei archäologischen Grabungen fand man Reste einer menschlichen Besiedelung, die rund 6000 Jahre alt sind.

    Diese Burg - deren Mauern rund drei Kilometer lang sind und die fünf mächtige Toranlagen besitzt - gilt als eine der am besten erhaltenen Festungen Mitteleuropas. Außerdem wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg auch noch vollständig saniert. In der kalten Jahreszeit ist die Riegersburg allerdings nicht zugänglich.

    Ruhe im Vulkanland

    In der Saison geht es in der Burg und rund um diese hoch her; Ausstellungen, eine Greifvogelschau locken die Besucher an, die vor allem die Geschichte der Hexenverbrennung interessiert, die in dieser Gegend wahre Auswüchse annahm. Jetzt aber ist es im steirischen Vulkanland ruhig, was eine gemütliche Wanderung nur interessanter macht.

    Rund um die Riegersburg wurden in den letzten Jahren mehrere Wanderrouten angelegt, die Route 13 umrundet die Festung und bietet mehrere sehr schöne Aussichtsplätze. Ein erheblicher Teil der Route führt auf asphaltierten Wegen und Nebenstraßen, was im Winter nicht unbedingt einen Nachteil darstellt. Die unbeschwerliche Wanderung vermittelt einen guten Eindruck von der reizvollen Umgebung der Riegersburg, die sich natürlich auch in der Saison für einen Besuch anbietet.

    Die Route: Die mit der Nummer 13 bezeichnete Runde führt vom Seebad auf die Hofberghöhe und weiter zur Geisterkapelle. Vorbei am Buschenschank Zotter erreicht man die Kapelle auf dem Kleinsatzen_berg und den Gasthof Schreiner. Gehzeit 1¼ Stunden.

    Über eine Kuppe hinweg geht es zur Höhenstraße und weiter nach Westen zum Klafterberg. Es folgt ein kurzer Anstieg zum Gehöft Zankl auf dem Höhenberg, dann wendet sich der Weg hinunter zum Sengberg, über den man die kleine Ortschaft Altenmarkt bei Riegersburg erreicht, von der man zum Ausgangspunkt der Tour weiterwandert. Gehzeit ab Gasthof Schreiner 1¾ Stunden. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/6./7.12.2008)

    Gesamtgehzeit 3 Stunden, Höhenunterschied rund 200 m. Buschenschank Zotter (kein Ruhetag, im Jänner geschlossen), Gasthaus Schreiner (Montag Ruhetag). Freizeitkarte Riegersburg, Maßstab 1:25.000 und 1:12.500.

    Informationen:
    vulkanland.at

    • Rund um die Riegersburg wurden in den letzten Jahren mehrere Wanderrouten angelegt.
      foto: steirisches vulkanland

      Rund um die Riegersburg wurden in den letzten Jahren mehrere Wanderrouten angelegt.

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