Pakistan verspricht Beteiligung an Ermittlungen

29. November 2008, 09:10
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Geheimdienstchef wird entgegen früherer Ankündigungen aber nicht nach Mumbai reisen

Neu-Delhi/Bombay  - Pakistans Präsident Asif Ali Zardari hat ein entschlossenes Vorgehen gegen mögliche Hintermänner der Mumbai-Anschläge aus seinem Land zugesagt. Er werde umgehend handeln, wenn Beweise gegen irgendeine Person oder Gruppe aus Pakistan auftauchten, sagte Zardari am Samstag dem indischen Fernsehsender CNN-IBN. Die Regierung in Neu-Delhi hatte am Freitag ausländische Kräfte mit Verbindungen in des verfeindete Nachbarland verantwortlich gemacht.

Die pakistanische Regierung hat ihre Zusage widerrufen, den Geheimdienstchef zu den Ermittlungen über die Anschläge nach Indien zu entsenden. Premierminister Yousaf Raza Gilani hatte dies am Freitag angekündigt, nachdem der indische Regierungschef Manmohan Singh darum gebeten hatte. Am Samstag sagte Gilanis Sprecher Zahid Bashir in Islamabad, die Entscheidung sei revidiert worden. Es werde nun ein Geheimdienstbeamter niedrigeren Ranges nach Indien geschickt.

Bashir wollte keine Angaben zu der Positionsänderung der Regierung machen. Auch wer genau und wann zu den Ermittlungen in das Nachbarland reisen solle, sagte er nicht. Islamabad hat die Führung in Neu-Delhi aufgefordert, sich nach der verheerenden Anschlagserie mit Schuldzuweisungen zurückzuhalten. Indiens Premier hatte in einer Rede an die Nation hervorgehoben, dass sich die Hintermänner der Attentate "außerhalb des Landes" befänden. Wenig später erklärte ein ranghoher indischer Militärvertreter, dass die Angreifer aus Pakistan stammten. (APA/Reuters/AP)

 

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