Opel-Krise: "Tod auf Raten"

27. November 2008, 13:24
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Bochumer Werk benötigt für neue Modelle 420 millionen Euro an Investitionen

Düsseldorf  - Die IG Metall dringt auf eine rasche Bewilligung von Staatsbürgschaften für Opel. Allein das Bochumer Werk benötige 420 Mio. Euro an Investitionen für die 2009 und 2010 geplante Umstellung auf neue Modellreihen, sagte der Sprecher der IG Metall Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Nettelstroth, am Donnerstag in Düsseldorf. Ohne diese Investitionen drohe dem Werk ein Tod auf Raten. Er bestätigte damit einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

"Wir brauchen schnelles entschlossenes Handeln, damit die 420 Mio. Euro Zukunftsinvestitionen schnell in trockene Tücher kommen", zitierte die Zeitung den nordrhein-westfälischen IG-Metall-Chef Oliver Burkhard. Wenn der bedrohte Mutterkonzern General Motors die zugesagten Investitionen nicht mehr leisten könne, müsse Opel Kredite aufnehmen, für die dringend die Staatsbürgschaften benötigt würden. Das Land Nordrhein-Westfalen sei jetzt in der Verantwortung.

Nettelstroth betonte, die Bürgschaften für das Bochumer Opel-Werk müssten Bestandteil eines europaweiten Gesamtpakets sein, an dem sich alle Länder mit Opel-Standorten beteiligen sollten. In ihrem Produktionspapier betonte die IG Metall: "Mit den richtigen Weichenstellungen wird Opel in Bochum dauerhaft wirtschaftlich produzieren können." Die realen betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Schließungskosten seien sowohl für das Unternehmen, als auch für die Region aller Voraussicht nach deutlich höher als die Aufwendungen für Zukunftsinvestitionen. (APA/AP)

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