hotVolleys feuern Präsidenten

25. November 2008, 18:30
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Erol User hielt Finanz-Zusagen nicht ein - Manager Kleinmann hatte ständige Vertröstungen satt

Wien - Volleyball-Meister aon hotVolleys braucht einen neuen Präsidenten. Der am 1. Juli bestellte Türke Erol User ist am Montagabend durch einen Vorstandsbeschluss des Vereins suspendiert worden. Grund für diesen Schritt ist die Nichteinhaltung bedeutender finanzieller Zusagen durch User, der auch bei Austria Wien als Sponsor im Gespräch war. Ein Vertrag zwischen den Violetten und User kam aber nie zustande. Auch ist der vermeintliche Mäzen nie im Aufsichtsrat der neuen AG vertreten gewesen. "Anfänglich hat es zwar gute Gespräche gegeben. Aber wir haben dann die Kontakte von uns aus Ende August, Anfang September beendet, nachdem User immer wieder um Verschiebungen ersucht, leere Versprechungen gemacht und Vertröstungen ausgesprochen hatte", erklärte Austria-Pressechef Christoph Pflug

"Kein Stein wird auf dem anderen bleiben", hatte hotVolleys-Manager Peter Kleinmann bei der Präsentation Users jubiliert, hätte doch nur wenige Tage später eine Geldspritze in Höhe von 3 Millionen Euro auf dem Konto des Klubs eintreffen sollen. Es ist bis heute nicht da. Auf seine Nachfragen erntete Kleinmann Vertröstungen.

"Ich habe meinen Teil der Vereinbarung gehalten", erklärte Kleinmann, "ein positives Image in Österreich und Kontakte hergestellt. Nur war diese Leistung völlig einseitig."  Die ursprünglichen Beweggründe Users, das Präsidentenamt zu übernehmen und dem österreichischen Sport zu helfen, kann Kleinmann freilich noch immer nicht nachvollziehen. Kleinmann: "Ich habe das Spiel jetzt beendet, weil ich nicht jeden Tag davon hören will."

Die schon Mitte Juli in einem "Profil"-Bericht aufgetauchten Zweifel an der Person Erol User sah Kleinmann damals nicht begründet. So hatte er sowohl eine Bestätigung in Händen, dass User wie von ihm angegeben 63 Prozent der Aktien von Fenerbahce Istanbul hält. Ebenso besagte ein Leumundszeugnis, dass User noch nie rechtskräftig verurteilt worden war. Kleinmann: "Wir haben uns bei verlässlichen Auskunftsstellen erkundigt." (APA/red)

 

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