Elektrohandel trotzt Konjunkturflaute

25. November 2008, 12:25
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Nach wie vor entwickeln sich TV-Geschäft und Weißware "über den Erwartungen" und damit "sehr zufriedenstellend"

Allen negativen Nachrichten zum Trotz freut sich der heimische Elektrohandel über gute Geschäfte. Nach wie vor entwickeln sich TV-Geschäft und Weißware "über den Erwartungen" und damit "sehr zufriedenstellend", vor allem bei Fernsehern gebe es "ungebremste Kauflust", sagte Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums des Radio- und Elektrohandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Dienstag.

Auch in den für den Elektrohandel wichtigsten Monaten November und Dezember blieben die Umsätze bis dato "analog der Jahreszeit" auf hohem Niveau. So sei überraschenderweise bei TV-Geräten sogar ein Trend zu höheren Preisklassen feststellbar. Zurückzuführen sei dies zum einen darauf, dass der Konsument bei einer derartigen Investition - im Durchschnitt werden 1.000 bis 1.500 Euro für einen Fernseher ausgegeben - technologisch auf dem neuesten Stand sein wolle und zum anderen großen Wert auf Garantie und Service gelegt werde.

Rekord-Absatz

Krejcik rechnet für heuer mit einem Rekord-Absatz von von mehr als 590.000 TV-Geräten, was nach dem "Boomjahr" 2007 erneut eine Steigerung von 30 Prozent bedeute. Daher seien auch Lieferengpässe bei einigen Fabrikaten und Typen "nicht ausgeschlossen", so der Obmann. Per Ende September lag der Umsatzzuwachs bei 48 Prozent. Das große Plus sei aber nicht nur auf die EURO 2008 zurückzuführen, auch andere Käuferschichten hätten dazu beigetragen, betonte Krejcik.

Unverändert starkes Interesse sei zudem für energiesparende Haushaltsgeräte feststellbar. Die Österreicher haben überdurchschnittlich viele alte, energiefressende Geräte zu Hause stehen, die nun ersetzt werden. Auf den Preis werde dabei nur teilweise geachtet, die Mehrheit der Konsumenten greife zu führenden Marken, sagte Krejcik.

Der Elektrohandel erwartet den Angaben zufolge für 2008 einen Gesamtumsatz von mehr als 4 Mrd. Euro, das entspricht einer Umsatzsteigerung gegenüber 2007 von 5 Prozent. Während Haushaltsgeräte und Elektronik deutlich zugelegt haben, sei der Umsatz bei Computern und im Bereich Handy/Telekommunikation aufgrund des Preisrückganges im Jahresvergleich gesunken. Derzeit sind 12.000 Mitarbeiter im Elektrohandel in 2.400 Outlets beschäftigt. (APA)

 

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