Verbände fürchten um weniger Sport in "OÖ. Rundschau"

25. November 2008, 11:15
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ASKÖ, Union und ASVÖ: Berichterstattung über Randsportarten nicht einschränken - Moser Holding: "Muss sich niemand Sorgen machen"

Im Zuge der geplanten Umstrukturierungen bei der "Oberösterreichischen Rundschau" befürchten Sport-Dachverbände eine Verschlechterung in der Sportberichterstattung. "Es braucht sich niemand Sorgen zu machen", beruhigt der neue Eigentümer, die Tiroler Moser Holding.

Die Welser Bezirksobmänner der drei Sport-Dachverbände, Manfred Hochhauser (ASKÖ), Antonius Bonelli (Union) und Karl Pimiskern (ASVÖ), befürchten, dass die Berichterstattung der "Rundschau" aus wirtschaftlichen Gründen wesentlich eingeschränkt werde. Vor allem Randsportarten und damit auch die Arbeit der vielen kleinen Vereine könnten künftig unter den Tisch fallen, lautet ihre Sorge. Hochhauser, Bonelli und Pimiskern appellieren an den neuen Eigentümer, eine "gewisse Qualität und Quantität" der Berichterstattung sicherzustellen.

"In der Rundschau am Sonntag wird der Sport in Zukunft noch mehr Platz finden", betonte "Rundschau"-Geschäftsführer und Moser Holding-Vertreter Max Hafele. Das Produkt am Donnerstag werde weiter dem Prinzip der lokalen Berichterstattung folgen und Themen und Events - auch kleinere Veranstaltungen und Randsportarten - umfassend abdecken.

Wie berichtet wird die "Oberösterreichische Rundschau" von der Moser Holding zur Gänze übernommen und umstrukturiert. Ab Jänner 2009 soll es jeweils am Donnerstag und am Sonntag zwei neue, voneinander unabhängig auftretende Kleinformat-Produkte geben, die beide kostenlos sein werden. 110 Beschäftigte sollen im Zuge der Neuaufstellung ihren Job verlieren. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem neuen Eigentümer über einen Sozialplan laufen. (APA)

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