"Monsters vs Aliens" soll neue 3-D-Welle einleiten

21. November 2008, 16:05
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DreamWork-Studio vergleicht neue Technik mit dem Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm

Berlin -  Eine neue 3-D-Technik soll die nächste Revolution im Kino werden - das kündigte der Animationschef des Hollywoodstudios DreamWorks, Jeffrey Katzenberg ("Shrek"), am Freitag in Berlin an. "Wir glauben, dass dies die Zukunft ist", sagte Katzenberg. "Der Zuschauer wird in den Film hineinversetzt." Der Studiochef hält die digitale Technik, die mit verbesserten Brillen und Effekten arbeitet, für bahnbrechend in der Filmgeschichte. Er vergleicht sie sogar mit dem Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm sowie mit dem Siegeszug des Farbfilms.

Auch sein Kollege Steven Spielberg und weitere Filmemacher seien mit 3-D-Projekten beschäftigt, berichtete Katzenberg. Von DreamWorks stammen Kinoabenteuer wie "Madagascar", "Bee Movie - Das Honigkomplott" und "Ab durch die Hecke". Das Unternehmen will Filme künftig im plastischen 3-D produzieren, aber weiter in beiden Formaten anbieten.

3-D-Debüt

In Berlin stellte der Studiochef den Streifen "Monsters vs Aliens" vor, der erste, den DreamWorks in diesem 3-D-Format herstellte und voraussichtlich im April 2009 in deutschsprachige Kinos bringt. Der Zuschauer trägt eine leicht grau getönte Plastikbrille und kann sich als Teil des Geschehens fühlen - besonders, wenn sich etwas bewegt, bei fliegenden Hubschraubern, wirbelndem Staub oder einstürzenden Brücken.

"Monsters vs Aliens" ist eine Science-Fiction-Komödie, in der Monster, darunter eine kluge Kakerlake, ein tölpelhafter US-Präsident und ein zackiger General mit einem außerirdischen Roboter kämpfen. Reese Witherspoon gibt der Figur Susan Murphy ihre Stimme, einem Mädchen, das von Weltraumschleim getroffen wird und plötzlich monsterhafte 15 Meter groß wird. Neben Witherspoon sind auch Kiefer Sutherland ("24") und Hugh Laurie ("Dr. House") im US-Original zu hören.

Raubkopierer schauen durch die Finger

Katzenberg legt Wert darauf, dass es im Film keine reißerischen 3- D-Effekte gibt, im Gegensatz zu älterer Technik. "In dem Moment, in dem man so etwas einbaut, holt man den Zuschauer aus dem Film heraus", sagte er. Die 3-D-Technik mache aus einem schlechten Werk auch kein gutes. Anders als zuvor entstehen die Filme von Anfang an in diesem Format und werden nicht erst umgewandelt.

Ein angenehmer Seiteneffekt für die Kinoindustrie: Ohne Brille ist der Film unscharf und kann nur schlecht von Raubkopierern mit dem Camcorder festgehalten werden. "Viel Spaß! Es wird nicht gut aussehen", frohlockte Katzenberg in Richtung Raubkopierer. Bis die Technik fürs Heimkino taugt, ist es laut DreamWorks "lediglich eine Frage der Zeit". (APA/dpa)

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