MIP: Meinl Bank drängt auf Gleichbehandlung der Aktionäre

20. November 2008, 16:08
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Die Meinl Bank stellt in einem Brief sechs kritische Fragen an das neue Management

Die Meinl Bank, deren von ihr mitinstalliertes Board an der Meinl International Power (MIP) in der vergangenen Woche überraschend abgewählt wurde, stellt in einem Brief sechs kritische Fragen an das neue Management. Im Zentrum der Fragen steht offenbar die Sorge, dass die geplante Rückzahlung der füssigen Mittel bei der MIP nur einzelnen Aktionären zugute kommt. Konkret will die Bank wissen, ob das Cash-out über die Ausschüttung einer (Sonder-)Dividende oder Rückkäufe von Zertifikaten von einzelnen Gruppen erfolgen soll.

Die Resolutionen, die bei der Hauptversammlung vergangene Woche beschlossen wurden, hätten "viele Antworten unbeantwortet gelassen". In ihrem Brief, der der APA vorliegt, fragt die Meinl Bank u.a. danach, wie viel Cash genau an die Aktionäre zurückgezahlt werden soll, welche weiteren Investments verfolgt werden und was konkret die versprochene faire ("equitable") Verteilung der Cash-outs bedeute. "Wie stellen sie sicher, dass alle Aktionäre bei den Rückzahlungen gleich behandelt werden und dass die Shareholder, die sie (neues Board, Anm.) unterstützt haben, keine Vorzugsbehandlung bekommen?"

Laut Medienberichten hält die Meinl Bank selbst aktuell noch etwa sechs Prozent an der MIP. Investorengruppen, die vergangene Woche die Enthebung des Boards unter Chairman Hans Haider durchgesetzt haben und die die Rückzahlung forcieren, haben mehr als zwei Drittel der Stimmen mobilisiert. (APA)

 

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