Prostituierte entlockte Steirer 200.000 Euro: Sohn will Geld zurück

19. November 2008, 16:57
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50-Jähriger wollte mit der Frau und ihren Kindern ein neues Leben beginnen - Nachdem er ihr ein Haus gekauft hatte, kühlte sich das Verhältnis ab - Er beging daraufhin Selbstmord

Graz - Ein verliebter Weststeirer gab einer slowakischen Prostituierten rund 200.000 Euro, um mit  ihm eine neues Leben zu beginnen. Da die Frau aber keine feste Beziehung mit ihm wollte, verübte der 50-Jährige Selbstmord. Sein Sohn versucht nun vor Gericht einen Teil des Geldes zurückzubekommen. Die Frau musste sich am Mittwoch wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges im Grazer Straflandesgericht verantworten.

Die 46-jährige Frau musste sich schon einmal vor Gericht verantworten. Vor einigen Jahren hat ein Steirer für sie einen Banküberfall begangen, weil sie ihn um Geld bat. Einem alles andere als wohlhabenden Arbeiter soll sie ein anderes Mal 50.000 Euro herausgelockt haben.

Die 46-Jährige gab an sich in keiner Weise schuldig zu fühlen. "Nur weil man Geld bekommt, ist das noch kein Betrug", erklärte ihr Anwalt .

Den verheirateten Weststeirer lernte sie bei der Arbeit in einem Bordell kennen. "Zuerst ist er einmal in der Woche gekommen, dann fast jeden Tag", schilderte sie. Nach einiger Zeit trafen sich die beiden auch privat.

Irgendwann gab ihr der Mann Geld für den Kauf eines Hauses. Sie zog mit ihren vier Kindern dort ein. Er selbst wollte nach seiner Scheidung auch dazukommen. Die Aufzeichnungen des Weststeirers ergaben, dass der Mann irgendwann bemerkte, dass die Frau gar keine Beziehung mit ihm wollte. Als ihm das klar wurde, beging der Mann Selbstmord. In seinem Abschiedsbrief heißt es: "Sie ist falsch wie eine Schlange" und "sie hat mich nur ausgenutzt".(APA)

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