Industrie-Erzeugerpreise stark gestiegen

19. November 2008, 10:28
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Die Industrie-Erzeugerpreise sind im September um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen

Der Index der Erzeugerpreise der Industrie, EPI 2000, erreichte 114,5 Punkte. Eine höhere Jahresteuerungsrate hatte es zuletzt im November 2000 gegeben, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Im Vergleich zum August betrug die durchschnittliche Steigerung 0,6 Prozent. Den größten Einfluss hatten die hohen Energiepreise, die sich im Jahresabstand um 10,2 Prozent verteuerten.

Einen deutlichen Anstieg im September verzeichneten die Strompreise. Im Jahresvergleich erhöhten sich diese um 7,6 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 5,1 Prozent. Fernwärme kostete um 16,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei den Vorleistungsgütern, die insgesamt um 5,3 Prozent teurer waren als im September 2007, gab es hohe Steigerungen bei Draht (plus 35,6 Prozent) und Kaltprofile (plus 20,4 Prozent). Gegenüber August verbilligten sie sich jedoch um 2,7 bzw. 3,2 Prozent. Chemische Grundstoffe kosteten im Jahresvergleich um 11,7 Prozent mehr. Futtermittel sowie Mahl- und Schälmühlerzeugnisse fielen im September im Vormonatsvergleich um 1,3 bzw. 1 Prozent, so dass diese im September nur noch um 9,9 bzw. 8,8 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen.

Weitere signifikante Preissteigerungen gab es für die Produktgruppen Textilveredelungsleistungen (plus 8,8 Prozent) und Sperrholz-, Span- und Faserplatten (plus 5 Prozent). Im Jahresabstand stark verbilligt haben sich NE-Metalle und Halbzeug (minus 3,9 Prozent).

Verbrauchsgüter um 3,2 Prozent teurer geworden. Vor allem für Lebensmittel sind die Preise im Jahresabstand gestiegen, obwohl sie derzeit rückläufig sind. Pflanzliche und tierische Öle und Fetten kosteten um 15,5 Prozent mehr als 2007, Obst- und Gemüseerzeugnisse um 3,5 Prozent und Milch- und Milcherzeugnisse um 2,1 Prozent mehr. Leder- und Lederwaren sind um 3,3 Prozent billiger geworden. (APA)

 

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