Kein BlackBerry mehr für Obama

17. November 2008, 15:32
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Barack Obama wird sich von seinem Smartphone trennen müssen, wenn er für private Korrespondenzen die verpflichtende Archivierung umgehen will

In seinem Wahlkampf setzte Barack Obama wie kein anderer Kandidat auf die Macht der Internets und mobiler Kommunikation. Doch wenn er in wenigen Wochen seinen Platz im Weißen Haus einnimmt, könnte ihm eines seiner beliebtesten Arbeitsgeräte abhanden kommen: sein BlackBerry.

Korrespondenzen werden gespeichert

Alle Korrespondenzen des US-Präsidenten werden aufgezeichnet und auf Anordnung des Kongresses oder eines Gerichts für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seine Berater appellieren daher an Obama, die Kommunikation über E-Mail aufzugeben, wie Medien berichten. Neben der Aufzeichnung seiner privaten Kommunikation gibt es zudem Sicherheitsbedenken, dass sein E-Mail-Account gehackt werden könnte.

Auch Bush gab E-Mail auf

Drei Tage vor seinem Amtsantritt habe auch George Bush laut AP eine Nachricht an seine Freunde geschrieben, in der er erklärte, dass er nicht mehr über das Internet kommunizieren werde, um die Veröffentlichung privater Gespräche zu verhindern. Mit Amtsantritt habe er ebenso wie Bill Clinton auf E-Mails gänzlich verzichtet.

Radioansprache im Web

Ob er das E-Mailen tatsächlich aufgeben will, steht noch nicht fest, zumal Obama eine besonders transparente Regierungsarbeit versprochen hat. Er hoffe auch, im Oval Office mit einem Laptop arbeiten zu können, so seine Vertrauten. Sicher dürfte jedenfalls sein, dass der 44. Präsident der Vereinigten Staaten auf verschiedene Wege mit seinen Freunden und den US-Bürgern in Kontakt treten will. So wurde die wöchentliche Radioansprache der Demokraten vergangene Woche erstmals auch auf Video aufgezeichnet und über YouTube veröffentlicht. Das will Obama auch als Präsident fortsetzen, wenn er am 20. Jänner seinen Amtseid geleistet hat (der WebStandard berichtete). (red)

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    Ein häufiges Motiv: Obama mit Handy. Auf die E-Mail-Funktionen seines BlackBerry wird er schon bald verzichten müssen. 

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