Dividenden bei Börsefirmen stärker gestiegen als Ergebnisse

13. November 2008, 12:25
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Eine IVA-Untersuchung ging der Frage nach, ob und wie sich das gute Vorjahr auf die 2008 ausbezahlten Dividenden auswirkte

Wien - Bei den heimischen börsennotierten Unternehmen sind die Dividenden 2007 stärker gestiegen als die Ergebnisse. Dies ergab eine Untersuchung des Interessenverbandes der Anleger (IVA), der der Frage nachging, ob und wie sich das gute Vorjahr auf die 2008 ausbezahlten Dividenden auswirkte. Im Schnitt ist die Ausschüttungsquote (Prozentverhältnis Dividende je Aktie zu Gewinn) von 30,9 Prozent auf 33,1 Prozent gestiegen. Untersucht wurden 58 börsenotierte Unternehmen.

"Die Ausschüttungsquote von 33,1 Prozent liegt im internationalen Schnitt. Erfreulich für die Aktionäre ist, dass bei 16 Prozent gestiegenen Gewinnen die Ausschüttungsquote angehoben wurde, wodurch die Dividenden stärker als die Ergebnisse stiegen", so IVA-Präsident Wilhelm Rasinger am Donnerstag in einer Aussendung. Für 2008 und 2009 rechnet der IVA mit deutlich geringeren Dividendenzahlungen.

Unerfreulich sei, dass mehr als ein Viertel der Unternehmen für 2007 "überhaupt keine" Dividende ausgeschüttet haben. Eine Dividendenreduktion habe es bei der Kärntner Hirsch Servo AG gegeben. Dividendenausfälle gab es den Angaben zufolge bei A-Tec, Böhler-Uddeholm und Brainforce.

Der Druck auf die Immobiliengesellschaften, Dividenden auszuschütten, steige. Das große Immobilienunternehmen Immofinanz habe sich bereits zu Zahlungen an die Aktionäre entschlossen. Es würden auch Absichtserklärungen von conwert und Eco Business vorliegen.

Die höchsten Ausschüttungsquoten verzeichneten die Post mit 80 Prozent und die Telekom mit 68,8 Prozent. (APA)

 

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