Sechsertreffen zum Iran-Konflikt offenbar ohne Fortschritte

14. November 2008, 07:11
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Keine Entwicklungen vor Amtsübergabe in den USA zu erwarten - Gesprächen von Vertretern der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands

Paris - Vertreter der sogenannten Sechsergruppe haben in Paris über den Atomkonflikt mit dem Iran beraten. Anzeichen für größere Fortschritte in den Gesprächen von Vertretern der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands gab es allerdings nicht. Das französische Außenministerium erklärte in einer knappen Mitteilung nach dem Treffen auf Direktorenebene am Donnerstagabend lediglich, die Beteiligten hätten sich über die gegenwärtige Situation ausgetauscht und über das weitere Vorgehen gesprochen. Die Vertreter der USA, Großbritannien, Frankreichs, Russlands, Chinas und Deutschlands würden ihre Beratungen in den kommen Wochen fortsetzen.

Die Erwartungen an das Treffen waren ohnehin nicht sonderlich hoch. Bereits zuvor war aus französischen Regierungskreisen verlautet, dass vor der Amtsübergabe von US-Präsident George W. Bush an seinen Nachfolger Barack Obama Mitte Jänner nicht mit wesentlichen Entwicklungen zu rechnen sei. Der Westen beschuldigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Kernenergienutzung an dem Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran bestreitet das. (APA/Reuters)

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