Manner mag Export

11. November 2008, 12:41
posten

Dank des Exports legte der Süßwarenhersteller beim Umsatz bis September um elf Prozent zu, der Österreichumsatz soll heuer um vier Prozent wachsen

Wien - Der im "Standard Market Auction" der Wiener Börse notierte Süßwarenhersteller Josef Manner & Comp. AG hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2008 um 11,1 Prozent auf 116,7 Mio. Euro gesteigert. Dies sei hauptsächlich auf ein Wachstum beim Exportgeschäft von 16,8 Prozent zurückzuführen, heißt es im aktuellen Zwischenbericht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) liege "deutlich über dem Vorjahr".

Wegen der gestiegenen Rohstoffpreise erhöht der Wiener Waffelhersteller zum Teil die Abgabepreise. Die Mitarbeiterzahl ist trotz gestiegener Produktionsmenge (plus 3,7 Prozent) um 6,0 Prozent gesunken.

Manner-Süßwaren mit hohem Schokoladeanteil werden künftig teurer, so Unternehmenssprecher Otto Riedl auf APA-Anfrage. Da sich der Anstieg der Rohstoffpreise auf die Kalkulation der Produkte unterschiedlich auswirke, gebe es keine einheitliche Preiserhöhung. Die klassische Mannerschnitte sei nicht betroffen.

Wachsen auch am Heimatmarkt

Das Geschäft in Amerika leide unter dem starken Euro-Kurs, heißt es im Zwischenbericht. Die Exportquote ist von 55,2 Prozent (2007) auf 58,0 Prozent angestiegen. Am Heimatmarkt Österreich ist der Süßwarenproduzent trotz rückläufigen Konsumverhaltens um 4,1 Prozent gewachsen. Mit dem Marken "Manner" und "Casali" seien die hohen Marktanteile in den Kernsegmenten Waffel und Fruchtschäume verteidigt worden.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2007 um 7,8 Mio. Euro erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 29,4 Prozent leicht über jener vom September 2007 (29,2 Prozent). Dank Steigerung der Produktivität an allen drei Produktionsstandorten hätten sich die Unternehmenskennzahlen im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Mit 30. September 2008 beschäftigte Manner 822 Mitarbeiter. Ein weiterer Personalabbau sei "momentan nicht geplant", so Riedl.

Für das Gesamtjahr erwartet Manner in Österreich ein Umsatzwachstum von rund 4 Prozent. Die Investitionen werden unter dem Niveau der jährlichen Abschreibungen bleiben. Das EGT solle sich positiv entwickeln. 2007 war es trotz kräftigen Umsatzwachstums leicht negativ gewesen.

Die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise sei schwer abzuschätzen. Der durch die Finanzkrise ausgelöste Ausverkauf an den Rohstoffmärkten betreffe die in der Lebensmittelindustrie eingesetzten Materialen weniger. Mit einer Normalisierung des Rohstoffmarktes und einem Preisniveau wie Anfang 2007 könnte aber für 2009 "sicher nicht" gerechnet werden. Für das Weihnachtsgeschäft ist Manner laut Riedl "zuversichtlich", die Vorjahreszahlen erreichen zu können. (APA)

Share if you care.