UBM: 16 Prozent mehr Einkünfte

11. November 2008, 10:53
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Die UBM Realitätenentwicklung AG hat im dritten Quartal 2008 den Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich gesteigert

Wien - Die börsenotierte UBM Realitätenentwicklung AG hat im dritten Quartal 2008 trotz Finanzkrise und Konjunkturtief ihren Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich steigern können. Der Finanzbericht zeigt ein Plus von 16 Prozent bei den Gesamteinkünften von 202,4 auf nunmehr 234,8 Mio. Euro. Aufgeteilt nach den drei geografischen Geschäftsfeldern erzielte Westeuropa mit einem Umsatzplus von 321 Prozent von 21,5 auf 69 Mio. Euro die höchste Steigerung. Zentral- und Osteuropa verzeichneten ein Plus um 45 Prozent von 89,5 auf 129,9 Mio. Euro, lediglich das Geschäftsfeld Österreich wies ein - allerdings ziemlich deutliches - Minus von 60,7 Prozent auf - und zwar von 91,4 auf nur mehr 35,9 Mio. Euro.

UBM erklärte dazu, dass die Österreich-Zahlen vor allem durch den Verkauf des Florido Tower beeinflusst seien. Wenn ein Turm mit mehr als 100 Mio. Euro verkauft werde, wirke sich das natürlich aus. Außerdem sei man verstärkt im Ausland unterwegs. "Wir haben einfach einen Auslandsanteil von 70 bis 80 Prozent", erklärte UBM-Vorstandschef Karl Brier. Ein negatives Zeichen sei die Entwicklung für Österreich keineswegs. Auch personell gebe es keine Änderungen.

Steigende Gesamtleistung

Der Vorstand von UBM führte die steigende Gesamtleistung des Konzerns auf den Verkauf des Hotels "Andel's" in Krakau, den abschließenden Teilverkauf der Andel City, den Verkauf des Büroobjektes "Vaci Utca" in Budapest sowie auf Projektmanagementleistungen für Hotelbauten in Polen, Deutschland und Tschechien zurück. Diese Leistungen zeichneten maßgeblich für die neuerliche Steigerung des EBT (Vorsteuerergebnis) von 13,7 auf 14,0 Mio. Euro verantwortlich. Die Investitionen stiegen von 38,5 auf 41,0 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 307 auf 342. Die Personalsteigerung resultiert aus einer Ausweitung der Aktivitäten des Facility-Managements sowie Personalaufnahmen in Zentral- und Osteuropa.

Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit der ersten drei Quartale stand das Projekt Salzburg-Lehen, Hotelbauten in Berlin, München und Pilsen, Wohnhausanlagen in München sowie ein Logistikcenter in Bukarest. Die weiteren Aktivitäten des laufenden Jahres konzentrieren sich auf den zentral- und osteuropäischen Raum, wobei vor allem die Fertigstellung von Projekten in Warschau, Krakau und Bukarest genannt wurden.

Für 2009 erwartet UBM aufgrund des Marktumfeldes und der Konjunkturprognosen eine Umsatz- und Ergebnisabschwächung. Für das Gesamtjahr sollen die Investitionen weiter auf 50,0 Mio. Euro gesteigert werden. Die Gesamteinkünfte werden mit 290,7 Mio. Euro erwartet. (APA)

 

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