Experte: "Finanzspritze keine Lösung"

11. November 2008, 07:55
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Gesundheitsökonom Köck rät den Koalitionsverhandlern, das Problem des Gesundheitssystems an der Wurzel zu packen

Die Gesundheitsreform, die SPÖ und ÖVP derzeit verhandeln, ist nach Ansicht von Gesundheitsökonom Christian Köck nicht umfassend genug. Die 450 Millionen Euro Finanzspritze für die Krankenkassen seien zwar eine vorübergehende Hilfe, aber keine langfristige Lösung.

Die Politik hätte nun wegen des Drucks der Finanzkrise die Gelegenheit, die Dinge in einem großen Wurf anzugehen und sie der Bevölkerung plausibel zu machen, so der Experte im Ö1-Morgenjournal. Wenn die Regierung nicht auf die Strukturprobleme im Gesundheitssystem reagiere, treffe dies in erster Linie Menschen, die auf den kostenfreien Zugang zum Gesundheitssystem am meisten angewiesen seien.

Das Problem müsse an der Wurzel gepackt werden, meint Köck. So gilt es zum Beispiel, teure Doppelgleisigkeiten zwischen dem Spitals- und niedergelassenen Bereich zu beseitigen. (red/derStandard.at, 11. November 2008)

 

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