Protestkundgebungen der Piloten und Flugbegleiter

9. November 2008, 18:46
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Bis 15. November will der Präsident der neuen Alitalia, Roberto Colaninno, den Auslandspartner ernennen, heute wird protestiert

Mailand - Die Endlosgeschichte um die Privatisierung und Sanierung der italienischen Fluggesellschaft Alitalia könnte in dieser Woche einen weiteren Schritt vorankommen. Denn bis 15. November versprach der Präsident der neuen Alitalia, Roberto Colaninno, den Auslandspartner zu ernennen.

Zur Wahl stehen die beiden Fluggesellschaften Air France-KLM und Lufthansa. Am Wochenende hat auch British Airways der Alitalia-Nachfolgegesellschaft CAI ein Angebot als "kommerzieller" Partner gemacht.

Im Gegensatz zu British Airways wollen sich Lufthansa und Air France bis zu 20 Prozent an der neuen Fluggesellschaft beteiligen, um dann nach fünf Jahren - wenn die CAI-Mitglieder ihre Anteile verkaufen dürfen - die Gesellschaft ganz zu übernehmen.

Protestkundgebungen

Die Lufthansa ist zweifellos der Favorit der norditalienischen Politiker (Lega Nord), da die Deutschen den umstrittenen Mailänder Flughafen Malpensa zum vierten Drehkreuz ausbauen wollen.

Inzwischen kommt es wegen der Protestkundgebungen der Piloten und Flugbegleiter zu zahlreichen Verzögerungen der Alitalia Flüge. Die Pilotengewerkschaft Anpac hat nicht nur für den 25. November Streiks angekündigt. Im Zeitraum Dezember bis Mai 2009 sollen weitere vierzehn Streiktage folgen. Die Gewerkschaften der Piloten und der Flugbegleiter weigern sich, die neuen, von CAI vorgelegten, Mitarbeiterverträge zu unterschreiben.

Diese berücksichtigten nicht die gemachten Versprechungen, begründen die Gewerkschaften den Protest. CAI-Chef Colaninno droht "sämtliche Piloten zu entlassen und auf Ryan-Piloten zurückzugreifen". (tkb/DER STANDARD, Printausgabe, 10.11.2008)

 

 

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