Sechs Prozent mehr Studierende in Österreich

7. November 2008, 15:52
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Für dieses Studienjahr zeichnen sich laut Daten des Wissenschaftsministeriums leicht steigende Studentenzahlen ab - WU muss Matrikelnummern nachbestellen

Wien - Nach Ende der regulären Inskriptionsfrist mit Ende Oktober zeichnen sich stagnierende bis leicht steigende Studentenzahlen an den österreichischen Universitäten ab. Laut Daten aus dem Wissenschaftsministerium ist die Zahl der Studienanfänger (Erstzugelassene) an den 21 Unis (mit Stichtag 31.10.) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 31.660 auf 33.552 gestiegen, ein vorläufiges Plus von knapp sechs Prozent. Damit wurde schon vor der bis Ende November laufenden Nachfrist für die Inskription der Gesamtwert des Vorjahres (34.250) nahezu erreicht.

Anstieg an Unis unterschiedlich

Bei der Gesamtstudentenzahl sieht es ähnlich aus: Im Wissenschaftsministerium registrierte man auf Basis der Datenmeldungen der Universitäten mit Ende Oktober insgesamt 211.370 ordentliche Studenten an den Unis, im Vorjahr waren es um diese Zeit 206.640. Das bedeutet einen vorläufigen Anstieg von 2,2 Prozent. Nach den endgültigen Zahlen studierten im Wintersemester 2007 217.587 ordentliche Hörer an den Unis.

Auch wenn sich in den Gesamtdaten ein deutlicher Zuwachs bei den Anfängerzahlen abzeichnet, sind die Meldungen einzelner Universität auf APA-Anfrage noch vorsichtig: An der größten Hochschule des Landes, der Uni Wien, wurden Anfang November 11.639 Studierende im ersten Semester verzeichnet, im Vorjahr waren es nach Ende der Nachfrist 11.549, was einen leichten Anstieg der Studienanfänger erwarten lässt.

An der Uni Graz hält man aktuell bei 3.102 Erstzugelassenen knapp unter dem Endwert des Vorjahres (3.162). Aus Erfahrung wisse man, dass man diese Zahl in der Nachfrist noch erreichen werde und damit bei den Studienanfängern konstant liegen werde, hieß es seitens der Uni. Auch an der Uni Innsbruck hat man mit Ende Oktober mit 3.320 erstzugelassenen Studenten schon fast den Vorjahreswert zu dieser Zeit (3.347) erreicht.

Elf Prozent mehr an WU

Dagegen sieht sich die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien einmal mehr mit einem Ansturm konfrontiert. Ende Oktober wurden bereits 5.090 Studenten neu zugelassen, das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr (4.584). Man wisse von rund weiteren 200 Studierenden, die sich angemeldet, aber noch nicht die Studiengebühren eingezahlt hätten, weshalb man mit einer weiteren Steigerung bis Ende der Inskriptionsfrist rechne. Sicherheitshalber - und erstmals in der WU-Geschichte - habe man deshalb ein größeres Kontingent an Matrikelnummern im Wissenschaftsministerium beantragt, weil man mit den bisherigen 5.000 Zahlen pro Kalenderjahr nicht mehr auskomme. (APA)

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