"Nicht von Schwarzen dirigieren lassen": Grüne fordern Konsequenzen

6. November 2008, 13:03
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ORF soll Klaus Emmerich nach dessen Aussagen in US-Wahlnacht und STANDARD nicht mehr zu Sendungen einladen

Die Grünen fordern nach den rassistischen Bemerkungen von Klaus Emmerich im ORF Konsequenzen. Dieter Brosz, ORF-Sprecher der Grünen, verlangte im Donnerstag in einer Aussendung nicht nur, dass Emmerich in keine ORF-Sendung mehr eingeladen werde. Zu klären sei auch, ob Emmerich noch "Sonderverträge mit dem ORF laufen" habe. Wenn ja, müsse aus "auch in diesen Bereichen Konsequenzen geben", so Brosz. Sonderverträge gibt es keine, teilt der ORF auf Anfrage von etat.at mit. Emmerich beziehe lediglich eine (gut dotierte) ORF-Pension.

Die Distanzierung des ORF von Emmerichs Bemerkung sei "als erste Reaktion richtig, reicht aber nicht aus", meinen die Grünen. Emmerich, ehemaliger ORF-USA-Korrespondent und Chefredakteur, hatte im Zuge der Berichterstattung über die Wahl in den USA unter anderem angemerkt, dass er sich "nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen" möchte. (APA/red)

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