Neuerung von innen

4. November 2008, 20:17
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Markt-Renovierung beginnt 2010, Tiefgarage möglich

Wien - Die Neuerung am Naschmarkt wird von innen kommen. Das ist zumindest der Plan für die Naschmarkt-Umgestaltung, die im März 2010 beginnen und 13 Millionen Euro kosten soll.
Da der Markt unter Denkmalschutz steht, darf an den von Otto Wagner entworfenen Ständen nichts geändert werden. Dafür wird an der Infrastruktur unter der Erde so einiges erneuert. "An den Wasser- und Kanalrohren nagt der Zahn der Zeit" , sagt Manfred Bischof vom Marktamt. Auch die Stromversorgung soll verbessert werden. Durch die zunehmende Gastroszene hat sich auch der Stromverbrauch geändert. "Früher kam ein Standler mit einer Glühbirne und einem Kühlschrank aus" , sagt Bischof. Neue Lampen sollen den Naschmarkt in helleres Lich tauchen. Auch der Müllplatz wird besser organisiert. An der Standmiete soll sich durch die Umbauarbeiten nichts ändern. Derzeit zahlt man für gemeindeeigene Stände mit Gastronutzung zwölf Euro pro Quadratmeter und Monat, für Verkaufsstände zehn Euro. Derzeit gibt es 120 Unternehmer auf dem Naschmarkt. Zu Beginn des Markttreibens waren es viel mehr, nämlich fünfmal so viel. "Inzwischen wurden viele Stände zusammengelegt" , sagt Bischof.

Während der Bauarbeiten, die bis 2015 abgeschlossen sein sollen, werde es für die Standler Ausweichquartiere in Form von Containern geben. "Baustellen sind nie gut für das Geschäft, das wissen wir. Wir wollen den Marktbetrieb aber möglichst wenig stören" , sagt Bischof. Noch eine Änderung soll es unter dem Markt geben: eine Tiefgarage. Ob sie kommt, will man in Mariahilf in den kommenden Tagen entscheiden. (Marijana Miljkovic, DER STANDARD Printausgabe, 05.11.2008)

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