Stadt Salzburg will 400.0000 Euro für Sanierung ARGEKultur einklagen

4. November 2008, 14:45
posten

Architekt, Zivilingenieur und Entwicklungsbüro sollen Schadenersatz zahlen - ÖVP kritisiert "Geldvernichtung" der SPÖ

Die Stadt Salzburg will 400.000 Euro für die Sanierung des Kulturzentrum ARGEkultur von den Planern auf dem Gerichtsweg zurückfordern. Das erst drei Jahre alte Kulturzentrum soll jetzt um 700.000 Euro saniert beziehungsweise neu gebaut werden. Für einen Teil dieser Zusatzkosten seien aber, so die Rechtsansicht der Stadt, der Architekt, die Zivilingenieure und das Entwicklungsbüro verantwortlich. Sämtliche Proberäume im Kulturzentrum sind entgegen der planerischen Vorgabe nicht schalldicht und daher unbrauchbar.

Baustadtrat Martin Panosch sagte gegenüber dem ORF-Salzburg, "unsere Hoffnung ist, dass das Geld, das wir jetzt einsetzen müssen, um die Proberäume neu zu errichten, weitgehend zurückbekommen." Die Stadt stellt sich auf einen jahrelangen Gerichtsstreit ein: "Kann ein bissl dauern, aber wir hoffen natürlich schon, dass unsere Rechtsansicht geteilt wird", meinte Panosch.

Die Planer geben sich indes gelassen: "Technisch seien die Räume nicht anders möglich gewesen, außerdem sei die Anforderung völliger Schalldichte ohnehin überzogen". Die Rechtsvertreter der Stadt sehen das naturgemäß anders. Die Planer hätten wissen müssen, dass in der ARGE laute Rockmusik geprobt und gespielt wird. Zwei Gutachten könnten die Mängel beweisen, hieß es. Wann der Prozess beginnen wird, steht noch nicht fest.

Die Stadt-ÖVP sprach in einer Aussendung am Nachmittag von einem "Bau-Waterloo" der SPÖ, für das wieder einmal der Steuerzahler herhalten müsse. Dazu kämen noch Ungereimtheiten rund um die Pleite der ARGE-Beisl-GmbH, bei der die Passiva rund 300.000 Euro betrügen. In Summe habe die SPÖ eine Million Euro vernichtet", sagte Gemeinderätin Traudi Lackner. (APA)

Share if you care.