Wusste CIA von Angriffsplänen auf FARC-Rebellen?

5. November 2008, 07:10
8 Postings

Verteidigungsminister Ecuadors: CIA ist "vollkommenden auf dem Laufenden" gewesen - Bei Militärschlag im März wurde Vizechef der linksgerichteten FARC-Rebellen getötet

Quito - Der US-Geheimdienst war nach Angaben der ecuadorianischen Regierung in den Angriff der kolumbianischen Armee auf ecuadorianisches Gebiet im März eingeweiht. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA sei "vollkommenden auf dem Laufenden" gewesen, als kolumbianische Soldaten Anfang März ein Lager kolumbianischer FARC-Rebellen auf dem Staatsgebiet Ecuadors angriffen, erklärte der ecuadorianische Verteidigungsminister Javier Ponce am Donnerstag in Quito.

Ermittler hätten sogar einen Telefonanruf der CIA am Morgen des 1. März aufgedeckt, bei dem der Angriff angekündigt worden sei, sagte Ponce bei der Vorstellung eines Untersuchungsberichts über die mutmaßliche Infiltrierung der ecuadorianischen Streitkräfte durch US-Geheimagenten.

Bilaterale Beziehungen auf Eis

Zwei Tage nach dem Angriff hatte Ecuador am 3. März die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen. Diese liegen seither auf Eis. Bei der Attacke waren 25 mutmaßliche Rebellen der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) getötet worden, darunter der stellvertretende Guerilla-Chef Raul Reyes. Der konservative kolumbianische Präsident Alvaro Uribe gilt als Verbündeter der USA.

Die FARC, die sich auch durch Drogengelder finanzieren, bekämpfen seit 1964 den kolumbianischen Staat. Die älteste linke Guerilla-Gruppe Lateinamerikas hat nach wie vor rund 700 Geiseln in ihrer Gewalt. (APA)

Share if you care.