Josef F. soll auch seine Mutter eingekerkert haben

29. Oktober 2008, 21:39
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Frau soll kein Tageslicht mehr gesehen haben - Soll in einem Zimmer mit zugemauerten Fenstern gestorben sein

Wien - Der Verdächtige Josef F. im Amstettener Inzestfall soll nicht nur seine Tochter und mehrere mit ihr gezeugte Kinder in einem Verlies eingesperrt haben. Laut eines psychiatrischen Gutachtens, das dem Nachrichtenmagazin "News" und der Tageszeitung "Österreich" vorliegen soll, dürfte der heute 73-Jährige seine Mutter ebenso eingekerkert haben.

"Meine Mama ist Magd gewesen, musste viel arbeiten, ich habe von ihr nie eine Umarmung bekommen- obwohl ich mich so bemühte, dass sie gut zu mir ist. Das einzige, was sie mit mir tat, war, in die Kirche zu gehen", zitiert "Österreich" aus dem angeblichen Gutachten. "Sie hat mich allein groß gezogen, aber Liebe bekam ich nie von ihr. Sie prügelte mich, trat mich, bis ich am Boden lag und blutete. Ich fühlte mich dabei so erniedrigt und schwach", heißt es weiter.

Jahre später soll sich der Verdächtige gerächt haben. "Er habe sie beschimpft, in ein Zimmer im Obergeschoß eingesperrt, das Fenster ihres Raumes zugemauert, damit sie kein Tageslicht sehen konnte", schreibt "News". 1980 starb die "wie eine Gefangene" behandelte Frau.

Über seine Tochter, mit der er sieben Inzest-Kinder zeugt, sagt der 73-Jährige laut dem in den beiden Medien veröffentlichten Gutachten: "Die Idee, ein Verhältnis mit ihr anzufangen, kam mir erst nach circa vier bis fünf Monaten. (...) Ich habe zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr daran gedacht, dass sie meine Tochter ist, denn ich sah sie mehr als Frau, als Partnerin." Und weiter: "Ich habe ihr oft meine Gefühle geschildert, doch sie sagte dann jedes Mal, dass ich sie leiden ließe. Und ich erklärte ihr immer, ich könne sie nicht freilassen, denn damit würde ich sie ja verlieren."

Der unfassbare Fall, wonach der 73-Jährige seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht und dabei mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt haben soll, war am 27. April in Amstetten bekanntgeworden. Der Festgenommene befindet sich in Untersuchungshaft. (APA)

 

 

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