SAP senkt Prognosen wegen Finanzkrise

28. Oktober 2008, 10:13
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Software und Serviceleistungen um 15 Prozent gestiegen

Europas größter Softwarehersteller SAP hat wegen des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes seine Prognosen für 2008 gesenkt. Die Umsatzprognose wurde gestrichen und die Margenerwartung zurückgenommen. Der Gewinn des Walldorfer Unternehmens schrumpfte im dritten Quartal unter dem Strich von 408 auf 388 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz legte dagegen von 2,43 auf 2,76 Mrd. Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg von 606 auf 614 Mio. Euro. Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge von 28,5 bis 29,0 Prozent wurde auf 28,0 Prozent nach unten korrigiert.

Spanne von 24 bis 27 Prozent

Im dritten Quartal konnte der im DAX notierte Konzern seine Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,99 Mrd. Euro steigern. Die Softwareerlöse erhöhten sich um 7 Prozent auf 763 Mio. Euro. Das Unternehmen verabschiedete sich auch von seinem Ausblick für das Wachstum der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse 2008 am oberen Rand der Spanne von 24 bis 27 Prozent.

Durch die weltweite Finanzkrise stark beeinflusst

Die Unternehmensführung zeigte sich zufrieden: "Dies ist ein gutes Ergebnis, vor allem, wenn man bedenkt, dass am Ende des Quartals die Kaufentscheidungen unserer Kunden durch die weltweite Finanzkrise stark beeinflusst wurden", sagte Vorstandschef Henning Kagermann.

Vor wenigen Wochen hatte SAP den Markt mit düsteren Kommentaren über einen Auftragseinbruch wegen der Kreditklemme und des weltweiten Konjunkturabschwung schockiert. SAP hatte mit drastischen Sparmaßnahmen auf den Auftragseinbruch reagiert.(APA/dpa)

 

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