Billa baute in Italien Riesenverlust

26. Februar 2003, 13:28
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Probleme mit Standa-Supermärkten

Wien - Der zur deutschen Rewe-Gruppe gehörende Billa-Konzern hat in Italien laut Medienberichten allein im vergangenen Jahr fast 50 Mio. Euro in den Sand gesetzt. Wie das "WirtschaftsBlatt" schreibt, sei der Kauf der 119 Standa-Supermärkte vor zwei Jahren alles andere als ein Geschäft. Bisher seien nur schwere Verluste entstanden. "Wir schreiben dort noch tiefrote Zahlen, fast 50 Millionen Euro im vergangenen Jahr", sagte Rewe-Chef Hans Reischl laut deutscher "Wirtschaftswoche".

Problemkind Standa

An den Plänen, aus Standa "das beste Supermarktunternehmen des Landes" zu machen, soll dennoch festgehalten werden. Der bisherige Erfolg dürfte Reischl aber zu wenig gewesen sein, so das "WirtschaftsBlatt". Daher habe er mit dem Deutschen Frank Hensel nun einen eigenen Standa-Geschäftsführer eingesetzt. Bisher hatte Rewe Austria-Boss Veit Schalle, der den Deal in Italien durchzog, Standa als Chefsache betrachtet. Von Plänen, aus Standa Billa-Märkte zu machen, sei Rewe inzwischen abgerückt. "Standa ist ein altes Handelshaus mit einem guten Namen, den wir beibehalten wollen", zitiert das "WirtschaftsBlatt" Rewe-Sprecher Wolfram Schmuck.

Modernisierung

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte Schalle bisher mit dem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad, dem Kündigungsschutz für die Mitarbeiter und der veralteten Ausstattung vieler Standa-Filialen zu kämpfen, was einen raschen Fortschritt verhindert habe. Hensel soll jetzt das Vertriebsnetz modernisieren und ein Supermarkt-Konzept mit Rewe- und Billa-Anleihen umsetzen. (APA)

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