Verkehrspsychologin: Für 1,8 Promille gibt es die "Höchststrafe"

15. Oktober 2008, 16:46

Bettina Schützhofer: Viermonatiger Führerscheinentzug und rund 1.000 Euro Verwaltungsstrafe schon ab 1,6 Promille - "Sehr starker Alkoholisierungsgrad" bei Jörg Haider

1,8 Promille Alkohol im Blut ist ein "sehr starker Alkoholisierungsgrad", meint Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer von "Sicher unterwegs" im Gespräch mit derStandard.at. Bereits ab 1,6 Promille bekomme man in Österreich die "Höchststrafe", was gleichbedeutend mit einem mindestens viermonatigen Führerscheinentzug, verkehrspsychologischer Untersuchung, einer Nachschulung für alkoholauffällige Lenker und einer Verwaltungsstrafe in der Höhe von ungefähr 1.000 Euro ist.

Pro Jahr gibt es 20.000 Nachschulungen auf Grund von Alkoholmissbrauch am Steuer, wobei die Mehrzahl davon über 1,2 Promille hat. Ab 1,2 Promille nimmt man in Österreich und Deutschland den Beginn der absoluten Fahruntauglichkeit an. "Mit 1,8 Promille ist man in Bezug auf die kraftfahrspezifischen Leistungsfunktionen sehr eingeschränkt", erklärt Schützhofer. Die Auswirkungen: Ausgeprägter Tunnelblick, praktisch keine Reaktionsfähigkeit mehr und Aussetzen der Vernunft.

Die Frage wieviel Jörg Haider getrunken haben könnte, beantwortet Schützhofer mit einer Rechung nach der Widmark-Formel, die auch von Gerichten herangezogen wird: Bei einem schlanken, rund 80 Kilogramm schweren Mann, ergeben sieben Krügerl Bier innerhalb von fünf Stunden 1,78 Promille. (rasch, derStandard.at/15.10.2008)

Link:

Sicher unterwegs- Verkehrspsychologische Untersuchungen

 

Aufgrund der großen Anzahl an pietätlosen Postings sieht sich derStandard.at gezwungen, zu diesem Thema ausnahmsweise nur ein beschränktes Forum einzurichten.

Share if you care.