Wiener Kampagne soll Image von Frauen über 50 aufpolieren

8. Oktober 2008, 16:16
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Unternehmung jenseits von Ausgrenzung und Anti-Ageing-Wahn: Initiative will Bild, was eine Frau über 50 ist, alles sein oder noch werden kann, ins rechte Licht rücken

Wien - Frauenstadträtin Sandra Frauenberger hat am Mittwoch gemeinsam mit der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten Beate Wimmer-Puchinger und der Leiterin des waff Beratungszentrums für Berufs- und Weiterbildung Monika Nigl die Kampagne "Frauen über 50 können alles sein!" der Öffentlichkeit vorgestellt.

Frauen stellen in Wien 52,6 Prozent der Bevölkerung dar, davon sind rund 340.000 Frauen über 45 Jahre. "Doch", erklärte Frauenberger die Motivation zu der Imagekampage, "solange sich in unseren Köpfen die Bilder nicht ändern, wird sich auch an den gesellschaftlichen Strukturen nichts verändern". So soll mit Foto-Sujets den "Vorurteilen und eingeschränkten Bildern" gegenüber älteren Frauen entgegengewirkt werden. Frauenberger betonte laut Rathauskorrespondenz, dass Frauen über 50 "keine homogene Gruppe" seien: "Durch die Kampagnen-Sujets, für die bewusst keine Bilder sondern ein zentraler Slogan gewählt wurde, können sich Frauen genau dort wiederfinden, wo sie sich selbst oder ihre künftigen Lebensinhalte sehen."

WienerInnen wachrütteln

"Die Kampagne richtet sich an alle WienerInnen und soll zu Diskussionen und zum Nachdenken anregen", so Wiens Frauenstadträtin. Mittels Verkehrsmittelwerbung, Citylights, Infoscreen-Spot und Inseraten sollen "Frauen 50plus" in der Stadt sichtbar werden. Mit der Kampagne soll das Bild, was eine Frau über 50 ist, alles sein oder noch werden kann, korrigiert werden, was für Frauen über 50 den persönlichen und beruflichen Spielraum erweitern helfen soll.

Aber auch mit maßgeschneiderten Angeboten für Frauen 50plus wie Folder mit Angeboten oder einem Beratungsschwerpunkt am Wiener Frauentelefon (01 / 408 70 66) sowie einem  "Frauen Power-Tag" am 21. Oktober in der Messe Wien wird gearbeitet. 

Beratungs- und Qualifizierungsoffensive

Problemlagen von Frauen 50plus sind vielfältig; viele von ihnen haben - oftmals bedingt durch längere Kinderbetreuungszeiten - brüchige Erwerbsbiografien und möchten ihre Zukunft absichern. Für andere stellt sich die Frage ob sie in ihrem Beruf wegen gesundheitlicher Einschränkungen noch bis zur Pension durchhalten. "Um Frauen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen, individuell und maßgeschneidert zu unterstützen, setzt der waff einen wesentlichen Schwerpunkt seiner Beratungs- und Qualifizierungsoffensive auf die Unterstützung von Frauen", skizzierte Nigl die Situation. 

Positives Thema

"Es ist an der Zeit, dass wir mit der soziodemografischen Veränderung im gesellschaftlichen Bild der Frauen 50plus nachziehen und ihnen als wichtige Bevölkerungsgruppe die Wege zu einem aktiven, gesunden, positiven Alter ebnen", meinte Wimmer-Puchinger. Was es brauche, sei Sensibilisierung, Sichtbar- und Bewusstmachung in jeder Hinsicht: "Die Lösung für ein Umdenken in der Gesellschaft, kann weder in Ausgrenzung, noch in Anti-Ageing-Wahn oder in künstlich hergestellter Faltenfreiheit liegen." 50plus müsse in der Gesellschaft zum positiven Thema werden, so Wimmer-Puchinger. (red)

Link

Sujets, Folder, Schwerpunkte, Veranstaltungen unter frauen.wien.at

 

 

  • Mit den Slogans "Aussteigerin oder
Wiedereinsteigerin?", "Altersteilzeit oder Jungunternehmerin?",
"Angekommen oder dauernd auf Achse?" und "Herbst des Lebens oder im
zweiten Frühling?" soll "50plus" für die WienerInnen zum positiven Thema werden.
    foto: rathauskorrespondenz
    Foto: Rathauskorrespondenz

    Mit den Slogans "Aussteigerin oder Wiedereinsteigerin?", "Altersteilzeit oder Jungunternehmerin?", "Angekommen oder dauernd auf Achse?" und "Herbst des Lebens oder im zweiten Frühling?" soll "50plus" für die WienerInnen zum positiven Thema werden.

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