Hilfsorganisation: Armee geht gegen Flüchtlinge vor

7. Oktober 2008, 08:27
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Mehrere Dörfer überrannt - Häuser niedergebrannt

Bangkok - Die burmesische Armee hat nach Angaben einer Hilfsorganisation im Grenzgebiet zu Thailand eine brutale Offensive gegen Flüchtlinge gestartet. Einige Dörfer seien bereits überrannt, berichtete "Helfen-ohne-Grenzen" am Dienstag in Mae Sot in Thailand. Die Organisation unterhielt in dem Gebiet südlich der Grenzstadt bisher mit Spendengeldern vor allem aus Europa fünf Schulen und zwei Kliniken, die geschlossen werden mussten.

Nach Angaben der Helfer rückt die Armee zusammen mit einer Miliz des Karenvolks gegen die Dörfer vor. Die Einwohner gehören selbst dem seit Jahrzehnten von der Militärjunta verfolgten Volk der Karen an. Sie flüchteten vor den brutalen Angriffen der Armee in den vergangenen Jahren aus dem Inneren Burmas an die Grenze. Die anrückenden Soldaten hätten alle Lebensmittelvorräte geplündert, Felder zerstört und Häuser niedergebrannt, berichtete "Helfen-Ohne-Grenzen". In einer der Kliniken versuchten Helfer die verletzten Opfer und Schwerkranke trotz der Kämpfe notdürftig zu versorgen. (APA/dpa)

 

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