Europa oder doch USA?

3. Oktober 2008, 12:27
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Wettkampfstimmung vor der Preisverleihung

Stockholm - Nachdem der schwedische Jury-Chef Horace Engdahl vergangene Woche  die US-Literatur ziemlich pauschal kritisiert hat, drehen sich die Spekulationen vor allem um die Frage: Europa oder doch USA?

Beim Wettbüro Ladbrokes lagen am Mittwoch mit Claudio Magris (69), der syrisch-libanesische Lyriker Adonis (78)  und  Amos Oz (69) drei Nicht-Amerikaner vorn auf den Tipplisten. Auf den Plätzen vier bis sechs folgen mit Joyce Carol Oates (70), Philip Roth (75) und Don DeLillo (71) drei US-Romanciers.

Als aussichtsreiche Anwärterin für die Vergabe durch die Schwedische Akademie wurde zuletzt überraschend auch die Berliner Autorin Herta Müller (55) genannt - neben António Lobo Antunes (66), Ko Un (75) aus Südkorea,  Thomas Pynchon (71), Margaret Atwood und John Ashbery (81).

Im Gespräch mit der Zeitschrift "News" nannte der norwegische Dramatiker Jon Fosse  Peter Handke als einen Kandidaten für den Preis und erklärt sich mit  Engdahl solidarisch ("Er brachte es auf den Punkt!").

"Die Akademie wählt am liebsten einen Europäer", mutmaßte die Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" am Mittwoch. In weniger als 24 Stunden wird jedenfalls Gewissheit herrschen, Donnerstag 13.00 Uhr MESZ ist der für die Verkündung vorgesehene Zeitpunkt.   (APA/dpa/red)

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