Flächendeckendes Desinteresse an EU-Wahlen

25. September 2008, 17:23
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51 Prozent der EU-Bürger interessieren sich nuicht für die Wahlen zum EU-Parlamen

Brüssel - 51 Prozent der EU-Bürger sind an den Wahlen zum EU-Parlament (in Österreich am 7. Juni 2009) wenig oder gar nicht interessiert, 38 Prozent sind "etwas interessiert" und nur acht Prozent "sehr interessiert" .

Dies geht aus einer Eurobarometer-Umfrage des EU-Parlaments hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Befragt wurden zwischen März und Mai dieses Jahres 26.661 EU-Bürger, davon 1000 in Österreich.

27 Prozent der befragten Österreicher wussten, dass im kommenden Jahr EU-Wahlen anstehen, deutlich mehr als im EU-Schnitt (16 Prozent). Am Ende der Liste findet sich Großbritannien: 94 Prozent hatten keine Ahnung, wann die nächsten EU-Wahlen sind.

Nur 17 Prozent der Österreicher gaben allerdings an, sicher an der Wahl teilzunehmen, im EU-Schnitt sind es immerhin 30 Prozent. Im Kreis der fixen Nichtwähler ist die Altersgruppe der bis zu 24-Jährigen am stärksten vertreten: 20 Prozent in der EU und 14 Prozent in Österreich.

Fast jeder Zweite fordert, dass sich das Parlament vor allem dem Thema Arbeitslosigkeit widmen sollte, gefolgt von Wirtschaftswachstum (45 Prozent in der EU, 27 Prozent in Österreich) sowie Inflation und Kaufkraft (41 Prozent EU, 54 Prozent in Österreich). Die Einwanderungsproblematik ist den Österreichern mit 50 Prozent ein deutlich größeres Anliegen als dem EU-Schnitt (32 Prozent). Die Wahrung europäischer Werte ist nur zwölf Prozent der EU-Bürger ein Anliegen. (mimo/DER STANDARD, Printausgabe, 26.9.2008)

 

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