Stimmung in der deutschen Wirtschaft eingetrübt

24. September 2008, 10:39
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Im September sank der Ifo-Geschäftsklimaindex auf 92,9 Zähler, zum vierten Mal in Folge trübte sich die Stimmung ein

München - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September überraschend deutlich eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 94,8 Punkten im August auf 92,9 Zähler, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Mittwoch mitteilte. Der Index fiel damit zum vierten Mal in Folge. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 94,1 Punkte gerechnet.

"Der Ifo-Geschäftsklimaindex setzt seinen Abwärtstrend mit Riesenschritten fort", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate schätzten die befragten Manager noch etwas pessimistischer ein als im Vormonat. Der entsprechende Teilindex sank von 87,0 Zählern auf 86,5 Punkte. Der Index für die Lage fiel auf 99,8 Punkte von 103,2 Zählern. Der Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.

"Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte jetzt handeln und an eine Zinssenkung denken", sagte der Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger am Mittwoch zu Reuters. Niedrigere Zinsen stimulieren in der Regel das wirtschaftliche Wachstum. Abberger ergänzte, im Einzelhandel bleibe die Situation schwierig. Auch die auf den Export fokussierten Unternehmen hätten mittlerweile deutlich geringere Chancen, ihre Produkte abzusetzen.

Der an den Börsen viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im September auf 92,9 von 94,8 Punkten im August. Von Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf 94,1 Punkte gerechnet. (APA/Reuters)

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