Singapur: Zeitschrift wegen Verleumdung des Regierungschefs verurteilt

24. September 2008, 13:58
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Blatt behauptete, Lee Hsien Loong würde Kritiker mit Verleumdungsklagen zum Schweigen bringen

Singapur - Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong und dessen Vater haben erneut eine Zeitschrift erfolgreich wegen Verleumdung verklagt. Das Gericht in Singapur verurteilte das "Far Eastern Economic Review" zur Zahlung von Schadensersatz, berichtete die "Straits Times" am Mittwoch. Der Richter veröffentlichte sein Urteil schriftlich und ohne Prozess. Er hatte die Argumente beider Seiten vor vier Monaten angehört. Die Höhe des Schadensersatzes wird noch festgelegt.

Die Zeitschrift hatte in einem Artikel im Sommer 2006 infrage gestellt, ob Singapurs Regierung ihrem Ruf als unkorrumpierbar gerecht wird. Anstoß nahmen die Lees auch daran, dass die Zeitschrift nahelegte, Kritiker würden durch Verleumdungsklagen zum Schweigen gebracht, um Korruption zu verdecken. (APA/dpa)

 

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    Lee Hsien Loong, Premier

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