McCain verteidigt Rettungsplan für Finanzmärkte

22. September 2008, 06:38
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Obama sieht wegen Unterstützung der Deregulierung Mitschuld McCains

Washington - Die Finanzkrise und der bis zu 700 Milliarden Dollar (492 Mrd. Euro) schwere Plan zur Stabilisierung der Märkte dominieren den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat den für die Steuerzahler kostspieligen Rettungsplan verteidigt. Es werde schwierig und auch teuer werden, sei aber notwendig, um ein Ausbluten der Märkte zu verhindern, sagte McCain am Sonntag dem Sender CBS. Die Deregulierung der Finanzmärkte Ende der 90er Jahre habe das Wirtschaftswachstum angekurbelt, sagte der Senator aus Arizona.

Für Obama ist McCain am Kollaps mitverantwortlich

Der demokratische Kandidat Barack Obama warf McCain in einem separaten Gespräch mit CBS vor, als Unterstützer der Deregulierung der Finanzmärkte für deren Kollaps mitverantwortlich zu sein. Ein effektiveres Kontrollsystem hätte die Krise zweifelsohne in engeren Grenzen halten können, sagte Obama. Die Demokraten kritisieren McCains Unterstützung für ein Gesetzespaket, mit dem 1999 entscheidende Beschränkungen für Investment- und Geschäftsbanken aufgehoben worden waren.

Mit den 700 Milliarden Dollar wollen die USA eine zweite Chaos-Woche an den internationalen Finanzmärkten verhindern. Ein Gesetz, das den Aufkauf von wertlos gewordenen Hypotheken-Papieren ermöglicht, sollte bereits zur Börsenöffnung am (heutigen) Montag unter Dach und Fach sein. Allerdings deutete sich am Sonntag ein Streit zwischen der Regierung und den Demokraten an, die im Kongress die Mehrheit haben und fordern, dass nicht nur großen Banken, sondern auch kleinen Hausbesitzern geholfen wird. (APA/AP)

 

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