EU will Autofahrer auf Drogen kontrollieren

18. September 2008, 16:09
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Konsum von Heroin, Cannabis und künstlichen Drogen hat sich stabilisiert - Kokain-Verbrauch ist angestiegen

Brüssel - Die EU-Kommission fordert eine weitere Intensivierung im Kampf gegen Drogen.

In den kommenden vier Jahren soll die Überwachung der Schmuggelrouten verbessert und das Bewusstsein für die Gefahren des Drogenmissbrauchs erhöht werden, kündigte EU-Justiz- und Innenkommissar Barrot an. Außerdem werde an Drogentests für Autofahrer - ähnlich wie bei Alkohol - gearbeitet.

Die Drogen-Tests sollen ähnlich funktionieren wie bei Alkohol, sagte Barrot. Immer häufiger komme es vor, dass junge Menschen, die einen Joint geraucht haben, nicht einmal wissen, dass sie eine große Gefahr am Steuer sind.

Mit Hilfe des ersten Anti-Drogen-Aktionsplans für die Jahre 2005 bis 2008 sei es gelungen, das Problem einzugrenzen, obwohl sich die weltweite Heroinproduktion verdoppelt habe, unterstrich der EU-Kommissar.

Die Zahl der Drogentoten ist laut EU-Drogenbericht 2007 auf rund 7.500 zurückgegangen, der Konsum von Heroin, Cannabis und künstlichen Drogen hat sich stabilisiert bzw. ist sogar zurückgegangen. Angestiegen ist allerdings der Kokain-Verbrauch. Insgesamt gibt es dem Bericht zufolge rund zwei Millionen problematische Drogenkonsumenten in der EU. Die Zahl der Europäer, die im vergangenen Jahr zumindest einmal Haschisch geraucht haben, liegt mit 23 Millionen deutlich höher. (APA)

 

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