Proteste in Köln gegen Rechtsradikalen-Kongress

18. September 2008, 19:53
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Menschenkette und Demonstration am Freitag - Veranstalter des "Anti-Islamisierungskongresses" erwarten 1.500 Teilnehmer

Köln - Aus Protest gegen einen zweitägigen Kongress von Rechtsradikalen sollen am Freitag in Köln erste Mahnwachen und Demonstrationen stattfinden. Gegner des rechtspopulistischen Anti-Islamisierungskongresses wollen unter anderem zu Mittag eine Menschenkette um die Moschee der Türkisch-Islamischen Union DITIB im Stadtteil Ehrenfeld bilden. Für den Abend haben antifaschistische Gruppen zu einer Demonstration in der Kölner Innenstadt aufgerufen. Weitere Proteste und Blockadeaktionen sind am Samstag geplant.

 Auf der öffentlichen Großkundgebung unter dem Motto "Nein zur Islamisierung" sollen unter anderem der wegen rassistischer und antisemitischer Äußerungen mehrfach verurteilte Chef der französischen Front National, Jean Marie Le Pen, und der Fraktionsvorsitzende der rechtsextremen belgischen Partei Vlaams Belang, Filip Dewinter, reden. FPÖ-Chef Heinz Christian Strache wird laut FPÖ entgegen den Ankündigungen der Veranstalter nicht dabei sein, Parteikollegen möglicherweise schon.

Die vor allem durch ihren Kampf gegen eine geplante repräsentative Moschee in Köln bekanntgewordene Organisation "Pro Köln" erwartet zu der Kundgebung am 20. September rund 1.500 Teilnehmer, rechnet aber auch mit 40.000 Gegendemonstranten. Außerdem diene der Kongress der engeren Vernetzung der "europäischen, patriotischen, rechtspopulistischen Bewegungen" und langfristig der Schaffung einer "seriösen europäischen Rechtspartei", sagte Beisicht. "Der politische Gegner muss zur Kenntnis nehmen, dass sich die europäischen rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien enger zusammenschließen", sagte der Pro-Köln-Chef. (APA/AP)

 

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