CSU bei dritter Umfrage in Folge unter 50 Prozent

22. September 2008, 14:44
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Erst die Hälfte der bayerischen Wähler hat sich entschieden - SPD bleibt bei Wahlziel 25 Prozent

München - Die CSU hat bei der dritten Umfrage in Folge ihr Ziel von mindestens 50 Prozent der Stimmen verfehlt. Knapp eine Woche vor der Wahl in Bayern konnte sie sich allerdings mit 48 Prozent um ein Prozent verbessern und würde die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag behalten, wie die Erhebung des GMS-Instituts im Auftrag des Fernsehsenders Sat.1 ergab. Die anderen im Landtag vertretenen Parteien kämen demnach zusammen auf 43 Prozent.

Der SPD sagten die Wahlforscher 19 Prozent voraus, den Grünen zehn, der FDP und den freien Wählern jeweils sieben Prozent. Die Linke käme mit vier Prozent nicht in den Landtag. Knapp vor der Wahl sind laut der Umfrage noch viele Wähler in Bayern unentschieden, ob und wenn ja, wen sie wählen sollen. Nur 51 Prozent gaben an, sich bereits entschieden zu haben.

TV-Duell

Bei der Bewertung des TV-Duells zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) und seinem Herausforderer Franz Maget (SPD) vom vergangenen Donnerstag schnitt der Amtsinhaber besser ab. 45 Prozent der Befragten sahen ihn als Sieger, nur 25 Prozent sagten dies von Maget. Für 24 Prozent hatte keiner der beiden die Nase vorne. Die beiden hatten dabei jeweils starken Rückhalt unter den Anhängern ihrer Parteien. So sahen 82 Prozent der CSU-Wähler Beckstein im Vorteil. Für Maget traf dies auf 88 Prozent der SPD-Anhänger zu. Für die Erhebung befragte die Hamburger GMS 1010 Menschen zwischen dem 20. und 21. September.

Die SPD bleibt indes weiter bei ihrem Wahlziel von 25 Prozent. Die Stimmung für die SPD in Bayern sei gut, sagte Landtagsspitzenkandidat Franz Maget am Montag in München. "Ich glaube, dass die CSU noch Luft nach unten hat, und wir Luft nach oben." Die Begeisterung und Zuversicht der SPD-Anhänger sei groß. Es gebe eine deutliche Wechselstimmung in Bayern. Das SPD-Ziel sei erreichbar, wenn die Entwicklungslinien stimmten. (APA/AP/dpa)

 

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